Depriangstfuckkram…

Zur Zeit ist vieles irgendwie so dunkel. So trostlos. So gedankenschwer. Jeder positive Gedanke Vergangenheit. Scheint wie aus einem anderen Leben…
Und jeder Kontakt nach außen ist mir gerade zu viel. Ich gehe also den meisten aus dem Weg. Ich kann auch keinem auf die Frage, was denn eigentlich los ist, so recht antworten. Denn eigentlich ist ja nichts. Es hat sich rein gar nichts geändert… im Gegenteil: Eigentlich sollte alles besser werden. Eigentlich sollte so viel schönes Neues beginnen. Eigentlich sollte ich die Kraft haben, mit all meinen Werkzeugen gegen das Dunkle problemlos anzukämpfen. Aber es erobert sich gerade sehr viel Raum zurück.
Nachts, wenn ich schlafen sollte.
Eigentlich…

Leider nutzt es gerade auch nichts, mir Geschichten auszudenken, wie ich es sonst so zum Einschlafen mache. Das funktioniert beim ersten Mal, aber nicht mehr, wenn ich mitten in der Nacht wach werde. Da schaffe ich es dann einfach nicht, meinen Fokus auf etwas anders als meine Ängste zu lenken, die gleichzeitig aber so gar nicht zu greifen sind. Ich möchte sie auch weder aufschreiben, noch aussprechen noch wahrhaben… Ich will sie dadurch einfach nicht real werden lassen. Schon alleine, dass ich das hier schreibe, gibt dem ganzen zu viel Raum…
Hmm.. vielleicht wäre es gut, wenn ich es trotzdem einfach mal (für mich) mache? Ich weiß es nicht… ich weiß auch nicht, wo gerade mein Mut ist, offen über alles zu schreiben, das mich ängstigt… Früher konnte ich das irgendwie besser. Doch irgendwie ist die Angst mich darin zu verlieren zu groß… (welch Ironie)

Aber hey, verdrängen war noch nie eine Option…

Also… ein paar meiner Ängste kann ich ja zumindest benennen…

  • Angst vor der familiären Situation, die sich nicht so leicht auflösen lässt (ausstehendes Testament meines Vaters, die schlechte Beziehung meiner Eltern zueinander allgemein, vieles über das nicht gesprochen wird, viel Interpretation und wenig Verständnis füreinander)
  • Angst nicht erst genommen / verstanden zu werden (vor allem von Menschen, die mich kennen sollten)
  • Angst, dass Observer es nicht schafft durch seine eigenen Ängste etwas aus seinen Talenten zu machen und diese Beziehung daran zerbrechen wird
  • Angst vor der immensen Wichtigkeit von Geld
  • Angst, dass ich nicht genug für andere da bin, ein Egoist bin, jemanden im Stich lasse (weil sich gefühlt alles nur um meinen Kopf dreht)
  • Angst zu arrogant zu wirken und mich selbst zu wichtig zu nehmen (obwohl objektiv gesehen vermutlich kein Grund dazu besteht, weil eigentlich das Gegenteil der Fall ist und ich mich besonders zur Zeit verdammt unwichtig und klein fühle…)
  • Angst, dass Corona uns doch noch in den Ruin treibt und ich meinen Job verliere und nichts Alternatives finde, in dem ich existieren kann und wo gewürdigt wird, was ich gut kann, obwohl ich echt große Macken habe…
  • Angst mir mit dem Schreiben was vorgemacht zu haben und einfach kein Potenzial zu haben (womit meine ganze Existenz sinnlos wäre, da das Schreiben nicht nur Teil meines Lebens, sondern mein Leben ist…)
  • Angst nichts wert zu sein + Angst der Verantwortung nicht gewachsen zu sein, zu wertvoll zu sein
  • Angst nie wieder Zugfahren zu können
  • Angst vor Abhängigkeit (emotional, finanziell,…)

Und ja, es tut schon gut das aufzuschreiben… auch wenn es vielleicht den ein oder anderen vor den Kopf stößt oder ich dadurch auf Unverständnis stoße (wovor ich ja auch Angst habe…).
Natürlich macht es das ganze real. Denn jetzt ist es raus. Aber vielleicht auch endlich mal greifbarer. Vielleicht schaffe ich es ja damit zu arbeiten…
Aber jetzt versuche ich erst mal wieder zu schlafen.

Gute Nacht, Welt!

Posted by Journey

Kategorie: Allgemein

Autor: Journey

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