Beziehungsphilosophie

Was man so „Interesse“ nennt… oder: der fremde Mann an der Bar

Eigentlich bin ich ein ziemlich scheues Wesen gegenüber Menschen. Es kommt aber oft vor, dass ich sehr tiefe Gespräche mit ihnen führe oder sie irgendwie dazu bringe, mir ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Vermutlich habe ich etwas an mir, dass diese Offenheit begünstigt. Denn ich selbst gebe zwar auch etwas von mir preis, aber meistens reden die anderen. Mich interessieren aber auch Geschichten und Zusammenhänge immens und ich bin wahnsinnig neugierig…
Manchmal besteht mein Interesse an einer völlig fremden Person aber auch einfach nur darin, dass ich versuche mir vorzustellen wie es wohl ist, diese Person zu sein. Wenn jemand eine bestimmte Ausstrahlung hat, dann sauge ich quasi alles in mich auf, was ich wahrnehme,  achte auf Details und bin einfach nur fasziniert von dem, was ich sehe und von allem, was ich nicht weiß. Denn wenn mich alleine die Ausstrahlung und meine Gedankenspiele dazu in den Bann ziehen, sehe ich sie/ihn nämlich wie z.B. den Ich-Erzähler (m)eines ungeschriebenen Romans. Oder einen anderen Protagonisten.

Anbei dazu ein Text zu dem mich ein mir völlig unbekannter Mann inspiriert hat. Er war quasi (m)ein unbeschriebenes Blatt…

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Das „Ich“-Ich und das „Wir“-Ich

Ich frage mich, wohin das alles führt. Und wann ich endlich wirklich bei mir sein werde. Wann der Tag kommt, an dem ich eine dauerhaft gefestigte Identität besitze, egal in welcher Lebenslage. Und ob dieser Wunsch danach vielleicht nicht doch eine Illusion ist…?

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Irgendwie aus der Bahn…

Die meiste Zeit bin ich eigentlich zufrieden mit meinem Leben und wie ich es handhabe. Und ich mag das Gefühl, die Kontrolle darüber zu haben, was ich mache, wie ich es mache, was ich wann mit wem mache und was danach kommt. Ich mag die Aussicht auf einen strukturierten Plan und dass alles seine Ordnung hat und das Gefühl, alles im Griff zu haben.
Natürlich läuft diese wunderbare Vorstellung von Struktur nicht immer so, weil das Leben eben nicht so läuft.

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Lebens- und Beziehungsgedanken…

Ich sitze heute hier und fahre einfach nur Zug, um mir Gedanken über mein Leben zu machen. Ohne Alltag. Ohne meine gewohnte Umgebung. Ohne den Einfluss von Menschen, die mich kennen.
Mein Ziel war es, alles an Gedanken festzuhalten, die mich gerade beschäftigen. Von meiner Beziehung über meine Arbeit, das Kochen, die Selbstverwirklichung und meinem Haushalt…

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Irgendwie überfordert

Gefühlsmäßg hat sich bereits seit einiger Zeit die Überforderung in mir angebahnt, die gerade irgendwie ihren Höhepunkt erreicht. Ich merke es daran, dass ich etwas neben mir stehe, mein Tinnitus wieder lauter wird, ich angespannt bin und vor allem gereizter reagiere als sonst und Kontakte deshalb lieber gleich meide, weil mit mir gerade nur sehr schlecht zu reden ist.

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Menschliches Verhalten (Ghosting)

Ich lösche dich aus meinem Leben. Also von Facebook. Lese deine Nachrichten zwar, antworte aber nur sporadisch oder nichtssagend oder was von dem ich denke, dass du es hören willst. Und irgendwann…tja, da antworte ich dann gar nicht mehr. Jaja, wir hatten mal ein Date ausgemacht. Wollte ich wohl doch nicht. Oh, du lädst mich ein? Ich sage „vielleicht mal“, bemühe mich aber doch nicht um eine Zeit und einen Ort. Sage dann ab. Aber natürlich erst, wenn du mich fragst, wie es denn nun aussieht. Und natürlich schlage ich keinen Alternativtermin vor. Will ich ja auch nicht wirklich. Aber das weiß ich ja nicht. Vielleicht blockiere ich dich aber lieber auch gleich. Erspart mir den Ärger, mich wirklich mit dir auseinanderzusetzen.

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Vom Schweigen und Sprechen

Einst gab es eine Welt voller Liebe, in der jeder für den anderen da war und Profit keine Rolle spielte, weil alles allen gehörte. Weil jeder besonders und sich seiner selbst bewusst war und das auch an den anderen geschätzt wurde. Es war eine Welt voller Harmonie und Gemeinschaft, in der alle Herausforderungen immer gemeinsam gelöst werden konnten und das Vertrauen in all die anderen so unglaublich einfach war. Jeder konnte sich ehrlich äußern ohne dass sich ein anderer dadurch verletzt oder gar bedroht gefühlt hat. Denn schließlich äußerte man seine Meinung, um jemandem etwas jetzt mit auf seinen Weg zu geben und nicht, um sich selbst über einen anderen zu erheben und sich dadurch besser zu fühlen. Und keiner nahm es einem übel, denn es entstanden durch diese Art des Miteinanders auch überhaupt keine Missverständnisse.

Bis das Schweigen auftrat.

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Grenzen mit anderen

Es gibt so Momente, da steht man neben sich. Fragt sich, was man eigentlich gerade macht und warum. Der Versuch sich zurückzuziehen, um Abstand zu gewinnen, gelingt da leider nicht immer. Vor allem wenn andere Menschen da sind.

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Beziehungsphilosophische Gedanken vom Mann mit der Papiertüte

Ich hatte Freitagabend spontan beschlossen, meinen Freund zu besuchen. Und weil ich es ja so mag, die Menschen zu verwirren bzw. mich an ihren Reaktionen zu erfreuen, die von skeptisch bis fasziniert reichen, zog ich mich mal wieder sehr suspekt an mit Strapsen und Ähnlichem. Ich bezeichne das gerne als soziologisches Experiment, da ich ja eigentlich  nicht (nur) das bin, was man von außen sieht.

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