Aktueller Stand der Dinge…

Momentan bin ich exponential voll in Fahrt Richtung oben. Alles kommt so langsam zum Ende und ich habe keine Angst davor. Ich habe das Gefühl, dass ich guten Gewissens in einer Woche nach Hause kann, denn ich habe aus dem Klinikaufenthalt wirklich das beste gemacht, viele liebe Menschen kennen gelernt (und mich deshalb auch wieder auf Facebook angemeldet…X__x) und endlich damit begonnen, mit einigen Dingen abzuschließen. Vor allem mit Vergangenem, was mich schon lange belastet hat.
Ich bin sozusagen bereit für einen Neuanfang…und passenderweise bekomme ich in zwei Wochen auch meine Zahnspange heraus, die ich schon seit über 3 ½ Jahren mit mir rumschleppe.

Berufsberatung/Geld/Familie

Ich hatte ein bisschen Angst, weil der gleiche Berufsberater mich beim letzten Mal so dermaßen fertig gemacht und demotiviert hat, dass mir die Luft weggeblieben ist. Er hat sich über mich lustig gemacht, weil ich unbedingt ans Literaturinstitut wollte, für das ich seiner Meinung nach eh kein Talent hätte. Zum Glück konnte der Kerl sich heute nicht mal mehr an mich erinnern und war erstaunlicherweise echt nett, nachdem er mich darüber ausgefragt hat, wie eine stationäre Therapie so verläuft…wir haben immerhin eine Stunde lang geredet. Auch über die eigentliche Berufsberatung und meinen Plan mit der Zukunft…wahrscheinlich wird es wohl dazu kommen, dass ich ein FSJ machen werde, auch wenn ich dazu eigentlich wenig Lust habe…aber ich denke dennoch, dass mir das ganz gut tun wird, bis endlich mal klar sein wird, was ich genau machen werde. Mein Plan geht ja nun in Richtung Fotografie und Bildbearbeitung, da ich ohne Abi keine Chance auf einen Job habe, in dem ich schreiben kann wie z.B. bei einer Zeitung, etc. Und studieren muss ich erst mal auf Eis legen, weil das finanziell mehr als unmöglich sein wird…aber das war es schon immer…ich habe es nur verdrängt, was mir jetzt erst wirklich bewusst wird. Habe ich vielleicht auch deshalb so versagt, was das Abi angeht? Kann es sein, dass ich mich einfach nicht mehr zum Weiterkämpfen motivieren konnte, weil mein Ziel danach einfach unmöglich schien? Weil ich eigentlich schon lange den Kontakt zu meinen Eltern auf Eis legen wollte, aber mich nie getraut habe?

Naja, nun wird alles etwas anders. Vollends glücklich bin ich mit dieser Lösung nicht wirklich, aber das liegt auch daran, dass mir alles momentan schon wieder so unsicher erscheint…vor allem auch durch das Problem mit meinen Eltern, mit denen ich nichts mehr zu tun haben, ja noch nicht einmal reden will. Aber Dr.Mit meint, dass ich das irgendwann wohl tun muss, auch wenn es nur auf sachlicher Ebene ist und um Geld und Versicherungskram geht. Aber redet mal mit Menschen sachlich, die euch emotional total aufwühlen und bei denen ihr aus jedem Satz reine Provokation heraushört… Ich will das irgendwie nicht…ich fühle mich nicht stark genug, um einem Gespräch mit diesen Leuten, die ja eigentlich meine Eltern sind, standzuhalten.

 

(Zwischenmenschliche) Beziehungen

Was die zwischenmenschlichen Aspekte angeht, bin ich bei Dominik gerade wieder etwas auf Abstand, was aber nicht an der Situation liegt, sondern an meinem Tatendrang, der mich die letzten Tage von einem Ort zum anderen getrieben hat. Daher war ich nie wirklich anwesend, um groß zu reden. Aber ich habe es noch vor. Denn seine Art, mit Frauen umzugehen erscheint mir nicht so ganz passend und dann wäre da noch die Geschichte mit dem Methylphenidat…

Mit Mr. Right komme ich zur Zeit seeeehr gut klar. Und zwar denke ich einfach nicht nach. Ich will einfach den Moment genießen, im Arm gehalten zu werden, reden, schweigen, lächeln, rauchen, wieder ansehen, „hm“ meinen, den Kopf schütteln,…sinnlose Dinge machen…ohne ans Püppchen zu denken. Und das klappt auch ganz gut…bis jetzt zumindest. Am Sonntag kommt er mich wieder besuchen, wenn Formel 1 läuft, was er (mal wieder) extra für mich verpasst, da er das normalerweise immer mit „Alibi“ ansieht…

Ansonsten komme ich dank Fr. Croft irgendwie erstaunlich gut mit Jugendlichen klar. Morgen Abend werde ich mich z. B. mit einem 17-jährigen treffen, den ich mit Fr. Croft kennen gelernt habe. Der Kerl ist zwar ein Kleinkrimineller und zeigt mir Stolz sein neustes Gras mitten im Supermarkt, aber eigentlich ist er ganz okay. Er mag übrigens Eishockey…immerhin konnte ich zumindest dank 1904 – bei dem ich mich auch mal wieder melden sollte – bei diesem Thema echt gut mitreden…

Beziehungstechnisch – und zwar egal welche Beziehungen – geht es also auch voran, auch wenn es noch sehr lange dauern wird, bis ich auch nur annähernd beziehungsfähig werde…

Posted by Journey

Kategorie: Allgemein

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