Ausbildung

Mein Endgegner: Das Telefon?

Ich sitze da, vertieft in meine Arbeit, voll konzentriert bei der Sache und bin froh, dass alles nicht so schlimm ist, wie in meinem Kopf an diesem Morgen. Neuer Arbeitsplatz, mehr Menschen, mehr Ablenkung, mehr Reize von außen. Für mich mit AD(H)S ist alleine das schon alles andere als leicht; zusätzlich zum Sommer, dessen Hitze meine Gehirnzellen bereits ab 22 Grad röstet. Aber ich muss zugeben, dass es hier, auf der mittleren Etage, deutlich angenehmer ist als in der Sauna direkt unter dem Dach, wo dafür wiederum nur zwei Kollegen sitzen und selten jemand hochkommt.
Gerade will ich mich selbst loben, dass ich mich für meine leichte Sozialphobie in Kombination mit der Wärme und der Ablenkbarkeit durch mehr Reize plus der neuen unberechenbaren Medikation echt verdammt gut schlage, da passiert etwas Unerwartetes. Etwas, das ich nicht auf dem Schirm hatte… Zu meiner Linken, direkt neben mir, klingelt mit einem Mal das mir vollkommen fremde und bis dato nicht weiter beachtete Telefon auf meinem Tisch… und ab da stürze ich in einen Abgrund… mit One-Way-Ticket.

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Was bisher so geschah

Wow, seit meinem letzten Blogeintrag ist echt eine ganze Weile vergangen… genauer gesagt: fast ein halbes Jahr!!
Dieses halbe Jahr ist zugegebenermaßen so rasend schnell vergangen und es ist so viel passiert, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll… aber ich habe mir fest vorgenommen, es so gut es geht in einen Blogbeitrag zu packen. ; )

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Monatsrückblick Januar ’25 / Fazit

Ich habe lange überlegt, ob ich auch in diesem Jahr meine Monatsrückblicke weiterführen soll. Einerseits ist es wirklich eine gute kurze Zusammenfassung von Ereignissen und Gedanken, die mich beschäftigt haben und ich habe gemerkt, dass sie eine gute Ergänzung zu meinen sonstigen Beiträgen sind. Andererseits ist es auch etwas Arbeit und nur machbar, wenn ich mir immer wieder Notizen mache.

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Das erste Gespräch

Gestern hatte ich ja mein erstes Gespräch in dem Architekturbüro, bei welchem ich mich via Telefon/Mail für eine Ausbildung beworben hatte. Alles in allem glaube ich, dass es ganz gut lief und dass ich keinen schlechten Eindruck hinterlassen habe. Ich hatte auch das Gefühl, dass Frau X. (die Frau des Chefs) mit der ich mich unterhalten habe, mein Engagement, meine Motivation und meine akribische Planung zu diesem Vorhaben beeindruckt haben. Und ich hatte wohl das richtige Gespür, denn obwohl sie (noch) keine Ausbildungsstelle ausgeschrieben haben, wollen sie im nächsten Jahr wieder ausbilden. : )

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Wie ich so vorgehe beim Bewerben…

Für Auszubildende gibt es ja schon so einige Möglichkeiten, sich über passende Ausbildungsstellen zu informieren. Die größte Quelle ist hierbei das Internet.

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Wenn man eine Bewerbung persönlich abgeben will…

Ich fühle ich mich leicht orientierungslos, als ich mich mitten in einer Häuserschlucht eines „Gewerbeparks“ befinde. Links sind Gebäude, vor mir sind Gebäude, rechts ebenso. Laut den Firmenschildern ganz vorne bin ich hier richtig. Also… ungefähr… irgendwo hier…

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Ein erster Schritt in die richtige Richtung!

Diese Woche habe ich ja durch ein Praktikum beim städtischen Hochbauamt in den Beruf der Bauzeichnerin reinschnuppern dürfen, um herauszufinden, ob es auch wirklich das ist, was ich mir darunter vorstelle. Nun, ich kann jetzt definitiv sagen, dass es genau das ist, was mir entspricht! : )

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Mein weiterer Weg

Jeder, dem ich von meinem Vorhaben erzähle, ist irgendwie begeistert. Beeindruckt von meinem Mut, einen Job zu verlassen, der mir all die Jahre Spaß gemacht hat und in dem ich sicher war. Zu Hause. Warum all das auch aufgeben? Warum hinter mir lassen, was mich schützt und worin ich auch echt gut bin? Warum eine zweite Ausbildung anfangen wollen mit 34?!

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Mein beruflicher Werdegang

Ich merke immer mehr, dass ich im Herzen eigentlich keine Fotografin bin. Ich kann mich zwar motivieren und mag es auch, mit Licht und Perspektive zu spielen, aber es erfüllt mich bei weitem nicht so, wie einige Berufsschulkollegen von mir oder meinen Chef. Sie alle haben es wie ich gelernt, mal den Betrieb gewechselt oder wechseln gerade und sind nach all den Jahren immer noch dabei und spüren, dass es das ist, was sie machen wollen, egal wo. Observer ist ebenfalls im Herzen Fotograf, obwohl er das nicht gelernt hat und auch (noch) nicht sein Geld damit verdient. Dennoch ist der ambitionierteste Fotograf, den ich kenne. Er geht da mit weitaus mehr Leidenschaft heran als ich, nimmt weite Strecken in Kauf, Unsicherheiten, einen enormen Aufwand für ein Foto irgendwo nachts in Hamburg, wo man nicht mal tot überm Zaun hängen will…

Bei mir ist das anders, weshalb ich nicht nur meine Arbeitsstelle wechsle, sondern gleich den kompletten Berufszweig wechseln werde…

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