Manchmal muss ich was sagen
Will auch eigentlich nicht ertragen
Was ich genau genommen nicht verstehe
Ist es denn eine Sünde, die ich da begehe?
Wenn ich einfach so … „Stop“ sage?
Und mich dann auch nicht mehr frage
Ob das nun so in Ordnung ist
Welcher Maßstab ist es denn, der da misst?
Der mir sagt, wie viel ich zuhören sollte
Auch wenn ich es doch gar nicht wollte
Der mir ein richtiges Maß an Abgrenzung zeigt
Ohne dass sich etwas mit der Zeit
zwischen uns gar auseinander neigt
Gedankenerörterung
In welcher Welt lebe ich eigentlich?
Es gibt Tage, da denke ich ganz kurz, dass es wohl am besten wäre, wenn ich mich einfach mit gar nichts mehr auseinandersetze. Einfach über alles hinwegsehe. Scheiß doch drauf! Welcher Klimawandel? Welcher Kapitalismus? Politik geht mir am Arsch vorbei! Und Corona erst recht! Kann eh keiner was ändern. Und überhaupt… Menschen sind ja eh doof!
Doch ganz so einfach ist das eben nicht….
Denn alleine durch meine Existenz auf dieser Welt bin ich ein Teil des ganzen. Zwar ein kleiner, aber ich bin da. Ich lebe, ich atme, ich spreche/schreibe, ich konsumiere,… und ich entscheide mich, auch wenn ich mich nicht entscheide. Mit allem, was ich mache oder nicht mache, trage ich also dazu bei, dass etwas passiert. Oder eben auch nicht.
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Leben. Schreiben. Hinfallen.
“Escribir es la manera más profunda de leer la vida”
(Schreiben ist die tiefste Art, das Leben zu lesen)
[Francisco Umbral]
Warum schreiben Autoren eigentlich? Was ist denn das Ziel? Sind sie sich ihrer Selbst sicher? Dient es der Selbstreflexion? Oder wollen sie einfach nur Bestätigung? Berühmt werden? Sich in den Mittelpunkt rücken? Unterhalten? Zum Nachdenken anregen? Die Welt verändern?
Und… geht das eigentlich „einfach so nebenher“?
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(M)ich durch dich
Ich kämpfe gegen meine inneren Dämonen
Welche ihr Spielfeld sehr genau kennen
Denn sie bewegen sich einfach zu gut auf dem perfekten Nährboden meiner (bisherigen) Verhaltensmuster
Und so drehe ich mich irgendwann im Kreis in diesem Kampf gegen mich selbst
In diesen verdammten Situationen, die ich nicht ändern kann
Die sich mir meinem Wunsch von absoluter Kontrolle und Sicherheit entziehen
Doch was ist auch schon sicher im Umgang mit anderen Menschen?
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Vom Wollen und Können…
Vom Wunsch einer Namenlosen(?) nach einer besseren Welt..
Irgendwie passiert seit einiger Zeit so unglaublich viel parallel… in meinem Leben und vor allem auch in meinem Kopf.
Durch Observer, der gerade quasi bei mir wohnt, und die ganzen Gedankenimpulse, die wir in unseren Gesprächen bei uns gegenseitig triggern, überschneiden sich bei mir mittlerweile so viele Themengebiete, dass ich gar nicht weiß, wann ich das alles denn noch schriftlich verarbeiten soll…
Meist geschieht das am Wochenende, denn da habe ich die meiste Zeit bzw. Ruhe, um irgendetwas davon richtig auszuformulieren. Und es ist wirklich ein wundervolles Gefühl, mir dafür auch die Zeit nehmen zu können ohne dass sich mein Partner zurückgesetzt fühlt! So habe ich nicht wie sonst ein schlechtes Gewissen und kann einfach das ausleben, was mir so wichtig ist. Besser noch: Er weiß es zu schätzen und unterstützt mich durch eben all die Gespräche und durch sein ehrliches Verständnis und seine Akzeptanz!
Wir stellen uns beide jedoch die große Frage, wo man denn bei all diesem Input eigentlich anfangen soll und wie gerade ich mich auch für andere möglichst verständlich machen kann(?)…
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12 Jahre
Ja, mein Blog wurde gestern tatsächlich 12! Unfassbar wie die Zeit vergeht… und was in den letzten Jahren eigentlich alles so passiert ist…
Wenn ich an meine anderen „Jubiläumseinträge“ denke, die ich damals gebloggt habe (siehe unten), hat sich ja einerseits echt viel in meinem Leben geändert, andererseits aber auch nichts. Das nehme ich in einigen Punkten als positiv wahr, in anderen als eher negativ…
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Überzeugungskram
Vor kurzem habe ich wieder einmal gemerkt, dass es gar nicht so leicht ist, andere nicht mit meiner Moral bzw. mit meiner Vorstellung vom Leben vor den Kopf zu stoßen. Ich weiß natürlich, dass ich da gerne auch mal tiefer bohre und etwas skizziere, was nicht jeder gerne lesen oder hören will… (siehe: Wo liegt die Grenze?) Aber ich mache das alles ja nicht aus Bosheit oder um mich zu erheben und darzustellen, wie toll mein Leben doch ist und wie „richtig“ ich alles mache… Im Grunde möchte ich ja nur eine andere Sicht aufzeigen, mit meinen Fragen zum Nachdenken anregen und so etwas bewegen…
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Kind sein
Nur wenn ich mich von allem im Außen löse, kann ich locker lassen. Befreit chillen. Das zu viele Nachdenken auch mal vergessen und endlich aufhören mit dem mittlerweile viel zu verbohrten Kopf entscheiden zu wollen.
Denn eigentlich will ich einfach nur träumen wie ein kleines Kind, das nichts von all dem weiß, was auf es zukommen könnte. Das einfach nicht die „Realität“ eines Erwachsenen kennt. Das einfach ist und sein kann und dadurch grenzenlos frei ist!
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