Phoenix – aus der Asche neu geboren! (wird sich noch zeigen…)

Ich hatte heute mein „Elterngespräch“, bei dem mich praktischerweise meine Psychologin im Stich gelassen hat, obwohl es mir verdammt wichtig war, sie als Unterstützung dabeizuhaben…tja, man kann nicht alles haben. Und ich hatte in diesem Moment nichts…nur mich. Mein Vater kam seltsamerweise ohne meine Mutter und so hatte ich immerhin nur mit einer Person zu kämpfen, statt mit zwei. Was ich auch ganz toll fand: Dr.Mit war mir ja mal gar keine Hilfe. Irgendwann bin ich ihm aber auch null entgegen gekommen. Das ist natürlich nicht die feine Art, aber was sollte ich denn sonst tun? Still verfolgen, wie das Gespräch in die falsche Richtung geht? Mein Vater wollte zwar, dass ich wieder in die Familie komme, aber ich habe gemeint, dass ich niemals ein Familiengefühl hatte und dass ich mich ganz bestimmt nicht zwingen werde zurückzukommen. Denn ich verkaufe mich nun mal nicht. Für kein Geld der Welt verkaufe ich mich…da mag ich zwar stur sein, aber ich will einfach nicht mehr spielen, das kostet mir zu viel Kraft und Nerven und die habe ich einfach nicht mehr.
Während des ganzen Gesprächs hatte ich sehr das Bedürfnis, den Raum zu verlassen, weil ich mir einfach nur dämlich vorkam. Es war für mich unnötig, dieses Gespräch zu führen. Ich wollte einfach nur meine Ruhe. Aber genauso gut wusste ich, dass das Gespräch notwendig war. Zumindest um folgendes zu klären: Ich bin nun (so gut wie) pleite, hab bald keine Wohnung mehr und mit der Zukunft sieht es auch Mau aus, weil ich Depp mich immer noch zu nichts aufraffen konnte! Das gibt es doch nicht…kann mir mal jemand in den Arsch treten?? Jetzt wird es nämlich wirklich Zeit, die nächste Zeit zu planen…denn nun muss ich mich alleine durchschlagen. Ein bisschen was hab ich ja noch und Kindergeld steht mir ja auch noch zu…bzw. weiß ich nicht, wie das gesetzlich ist, ich werde aber mal nachfragen, damit ich immerhin ein paar Euro noch dazubekomme. Scharf bin ich auf das Geld von meinem Vater nicht, denn sonst wäre ich wie eine Heuchlerin zurückgekrochen gekommen und hätte weiterhin allen was vorgespielt für Geld. Und das ist ganz und gar nicht meine Art. So falsch bin ich nicht. Ich habe lange genug mir selbst vor allem was vorgemacht. Und jetzt ist einfach Schluss. Jetzt nehme ich alles in Kauf, um frei zu sein. Und eins weiß ich: Wenn ich das überstanden habe, besitze ich einen enormen Erfahrungsschatz, der mich hoffentlich auch durch den Rest des Lebens bringt. Denn wenn ich die nächste Zeit hinter mir habe, kann ich echt stolz auf mich sein. Ich kann mich zumindest nicht daran erinnern, eine vergleichbare Lebensgeschichte schon mal irgendwo gehört oder gelesen zu haben…

Was die Wohnung angeht, muss ich gucken, wie ich ein bisschen Zeug loswerde. Vor allem – und das tut sau weh – die Bücher! Ich hab einfach zu viele…und auch anderen Kram…das ist einfach zu viel…der Umzug vor einem Jahr umfasste ja schon 9 Kartons und drei Bücherkisten…und nun? Mein Kram ist ja nicht weniger geworden…

Was allerdings echt positiv ist: Kai hat mir ein Zimmer bei ihm angeboten. Es hat also doch was gebracht, ihm Anfang des Jahres eine Xte Chance zu geben und ihn ein paar Tage bei mir wohnen zu lassen. Das einzige Problem ist, dass ich mir nicht sicher bin, ob dieser Wohnsitz soooo gut ist…ich habe nämlich die Befürchtung, dass dann die Story mit dem Knast wieder kommt und die Polizei vor der Tür stehen wird…und das wäre schlecht…also suche ich mir lieber einen sicheren Ort, wo ich unterkommen kann, falls das überhaupt nötig ist. Vielleicht habe ich ja das saugroße Glück, dass mir ein FSJ mit Wohnung zufliegt…aber ich muss immer mit dem schlimmsten rechnen…

Immerhin läuft es mit Mr. Right (noch) gut…seltsam, wo ich doch immer auf Karriere aus war und mich nun an etwas so Unsicheres halte, weil sonst absolut nichts mehr da ist. Nur Mr. Right…

Posted by Journey

Kategorie: Allgemein

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