Logbuch #18 Über meine Mum

Trotz dem ganzen „social distancing“ fühle ich mich den Menschen, die mir wichtig sind, irgendwie näher und verbundener denn je. Die letzten zwei (fast drei!) Wochen im Homeoffice habe ich eigentlich jeden Tag mit meiner besten Freundin telefoniert, natürlich mit meinem Chef und vor allem mit meiner Mutter. Das ist schon sehr überraschend, wenn man bedenkt, wie wir früher zueinander standen…

Aber seit ich mich physisch so zurückziehe, wachsen meine Mum und ich zusammen wie noch nie, was ich unglaublich schön finde! Ich habe das Gefühl, dass da viel mehr gegenseitiger Respekt und Empathie ist als früher. Unser Verhältnis wurde ja die letzten Jahre wirklich immer besser, aber erst jetzt fällt mir auf, wie stark das Band eigentlich ist. Es ist kein Vergleich zu den Anfängen meines Blogs, als ich noch zu Hause bei meinen Eltern gewohnt habe. Das war ja eine zeitlang so katastrophal, dass ich nach meinem Auszug ein Jahr keinen Kontakt zu meinen Eltern hatte, bis ich mit meinem Ex Mr. Chocolate zusammengekommen bin und ich erst im Zuge unseres Zusammenziehprojekts wieder auf sie zugegangen bin.

Es ist schon erstaunlich, was die Krise auch Positives zum Vorschein bringen kann, wenn man seinen Fokus darauf richtet und sich nicht wie ein Opfer fühlt.

Man meldet sich irgendwie auch gerade bei so vielen Menschen, von denen man schon lange nichts mehr gehört hat oder bekommt Nachrichten von Leuten, die man gar nicht mehr auf dem Schirm hatte. Ich finde das toll.
Und ich bin mir sicher, dass sich zwar einiges verändern wird, aber ich glaube ebenso daran, dass wir hinterher eine bessere und wärmere Welt vorfinden. Und uns alle irgendwann wiedersehen und in die Arme schließen werden. Für mich ist die Welt jedenfalls seit Beginn der „Krise“ um einiges wärmer geworden!

Posted by Journey

Kategorie: Logbuch

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3 Kommentare        

Das klingt ja echt nach einer schönen Entwicklung 🙂 Das kann auch ein sehr erfüllendes Gefühl sein, wenn soziale Bindungen enger werden bzw. sich festigen.

Ich hab durch die aktuelle Situation so einige Erfahrungen mit Videokonferenzen gesammelt. So lassen sich Familientreffen natürlich einfacher organisieren. Meine Eltern hab ich vorher zwar auch mehrfach im Jahr gesehen, aber meine Schwester war eher selten dabei. Nun gibts öfters „komplette“ virtuelle Familientreffen 🙂

Man meldet sich irgendwie auch gerade bei so vielen Menschen, von denen man schon lange nichts mehr gehört hat oder bekommt Nachrichten von Leuten, die man gar nicht mehr auf dem Schirm hatte. Ich finde das toll.

Ach ja, ist das so? Ich hab da noch nichts bemerkt und wüsste selber auch nicht, bei wem ich mich da melden könnte/sollte. Aber abgesehen von gewissen gewünschten Frauenbekanntschaften (*höhö*) bin ich auch nicht auf der Suche nach weiteren Kontakten, sondern bin schon „ausgelastet“ genug damit, die derzeitigen Kontakte zu pflegen 😉

Mittlerweile bin ich auch wieder etwas distanzierter, aber immer noch in intensivem Kontakt mit meiner besten Freundin und meiner Mum und natürlich mit meinem Chef. ^^

Ich habe auf deinem Blog gesehen, dass du dich nun doch bei einigen gemeldet hast. Hattest du denn Erfolg?

Schokokäse

@ Journey:

Zum Glück „nur“ der Bekannte aus der Naturschutzgruppe und keine Frauen, so hält sich die das Gefühlschaos in Form von „Retromantik“ in Grenzen … 🙄

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