Freitagsfüller (#6)

Soooo…da ich mich schon sehr lange nicht mehr darum geschert habe, hier etwas zu veröffentlichen, werde ich das nun machen in Form eines Freitagsfüllers und „Gedanken-Updates“…

1. Ich hab getan, was ich konnte, aber es war immer noch nicht genug <- das scheint leider mein Standardsatz zu sein, von dem ich einfach nicht loskomme…

2. Keiner ist die Nummer 1.

3. Jetzt höre ich mir erst mal das neue Album von Skillet an, einer christlichen Rockband, der ich trotz Atheismus total verfallen bin! ; D

4. „Destroy Smartphone in 5…4…3…“ ist meine Lieblings-App.

5. Die Freiheit, das zu schreiben, was ich fühle, habe ich irgendwie nicht mehr. Ich lasse das Wirrwarr einfach Wirrwarr sein und verdränge es…so lange, bis etwas explodiert…

6. Eigentlich sind wir alle Warmduscher.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Skillet, nachdenken und vielleicht Punkte aus der Eisenhower-Tabelle streichen, morgen habe ich einkaufen und aufräumen geplant und Sonntag möchte ich im Zug nach F. noch lernen, da ich am Montag eine Arbeit über und mit Photoshop schreiben werde, am Dienstag dann das Kunsturheber- und Urheberrechtsgesetz aus dem Kopf in der nächsten Arbeit anwenden darf und am Mittwoch werde ich dann über das gesamte Schuljahr im Fach praktische Fotografie eine Arbeit schreiben. *Lufthol* Am Donnerstag werde ich meinen Vortrag in Deutsch über Depressionen halten und die Lehrerin schocken (sie wird sowieso schon geschockt sein vom Ende meines Aufsatzes…aber hey, es heißt „Kreatives schreiben“ …und ihr wisst, wie kreativ ich bin!)

Soviel zum Ausblick für die nächste Woche…Keine Zeit…hoffentlich auch nicht zum Nachdenken. Denn in der Schulwoche neige ich nämlich öfters zu spontanem Verlust allen Sinns.

Der Rückblick sieht übrigens so aus…
Die letzten Wochen war es mal wieder furchtbar für mich am leben zu sein. Sowohl psychisch, als auch physisch…
Vor zwei Wochen war ich krank (Magen-Darm-Infekt), habe mich außer an zwei Tagen aber noch in die Schule geschleppt. Dann die plötzliche Hitze, die mir den Stecker gezogen hat, weil ich schon ab 23 Grad echt eingehe und es weit über 30 hatte… (allein beim Gedanken daran fühle ich mich wieder schrecklich…als würde meine Haut sich vom Körper gewaltsam befreien wollen und das Blut in den Adern anfangen zu kochen und langsam die Lunge zusammenschrumpeln und die Brust aufreißen…)
Und zum Psychischen: Ich weiß gar nicht, ob ich das schreiben soll, aber ich hatte wieder so eine Art Panikattacke… Mit meiner Psychologin habe ich versucht, das zu erörtern und dieses Gefühl des Zusammenziehens irgendwie in Zusammenhang mit meiner Vergangenheit zu bringen. Das ist uns auch gelungen, denn ich hab angefangen an all die schlimmen Momente zu denken und sie zu fühlen…und wieder zu heulen… Normalerweise fühle ich mich nach der Therapie immer besser, aber diesmal war es nicht so. Mich berührt alles Vergangene einfach immer noch zu sehr…all die Menschen, die mich eben nicht korrekt behandelt haben, leben in mir als großes Etwas weiter und werden mich wohl IMMER daran hindern, wirklich mein Leben aus Überzeugung zu leben und einen klaren Willen zu fassen. Es wird sich wohl eher nichts daran ändern. Ich glaube es nicht…da wird immer diese Stimme sein, die sagt: Nicht gut genug, gib es auf! Wow, wie cool, du hast es versucht, ABER WIEDER NICHT GESCHAFFT! Haha, du Affe!“
Und ich schwanke gerade mal wieder ziemlich zwischen „Sie haben recht, ich sollte verschwinden und nicht existieren“ und „Hey, alles easy. Du hast eine super Ausbildung, einen Freund, ein warmes Bett mit Katze und bist eine totale Streberin in der Schule mit super Noten!“
Aber warum macht mich all das um mich herum dennoch unglücklich?
Warum ziehe ich Menschen an, um sie dann von mir zu stoßen?
Warum mache ich mir über alles so viele Gedanken und gebe in erster Linie mir die Schuld an allem?
Warum habe ich immerzu das Gefühl, dass mich all das hier nicht erfüllt?
Warum will ich weglaufen? Vor was? Und vor allem: Wohin?
Ihr müsst bedenken, noch vor zwei Jahren war ich total anders. Mir fehlt wohl irgendwie das Abenteuer…aber ich wage es nicht mehr. Wozu noch rausgehen? Wohin? Nur, um wieder ein Drama zu erleben? Nur um wieder Männer anzuziehen, die mich nur ausziehen wollen? Ähm…nee. Darauf läuft es aber immer hinaus. Man geht raus, betrinkt sich, löst das komplette Chaos aus, schämt sich, dramatisiert alles und schreibt es dann in seinem Blog nieder. Hey, hallo, das bin ich! Gewesen!
Und..wer bin ich heute?
Ach…ich bin zu vieles…und zu wenig…
Ich bin so verwirrt.
So unendlich verwirrt…und möchte im Grunde einfach nur in den Arm genommen und getröstet werden…nur um die Person dann wieder von mir zu stoßen, weil ihre Nähe mir unendliche Angst macht…

Posted by Journey

Kategorie: Allgemein

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