Ich wollte ja eigentlich nichts Negatives mehr schreiben, aber wenn ich kurz vor der Klapse stehe, sollte ich das nun vielleicht doch erwähnen.
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Nein, es geht hier nicht um eine Frucht, sondern ein junges 12/13-jähriges Mädchen, das ich der Einfachheit halber Ananas nenne. Nett und lustig ist das allerdings nicht, denn sie ist ein Opfer ihrer Generation, die zum größten Teil nach dem neusten Handy, den neusten Trends und eventuell auch nach „Anpassung“ strebt. Es ist auch eine Generation, die sich liebend gerne Leute zum Mobben und Fertigmachen heraussucht. Zu meiner Zeit gab es das ebenfalls, aber ich kann mich nicht erinnern, dass die Rate an Mobbingopfern so hoch gewesen wäre wie heute.
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Gestartet bin ich mit höchster Motivation in die 12. Klasse. Die Männerwelt hat mich anschließend demotiviert und zuletzt war ich so tief untern, dass ich alles aufgeben wollte und mich schon gefragt habe, was ich machen könnte, wenn ich das Gymnasium abbreche. Ich habe mich gefragt, ob mir dann ein Stein vom Herzen fallen würde, weil das, was mich kaputt macht, endlich weg sein wird. Vielleicht würde es mich im ersten Moment befreien. Aber ich müsste dann auch mit dem Eingeständnis leben, schlecht zu sein und versagt zu haben. Jetzt bin ich zwar auch schlecht und versage in der Schule, aber daran lässt sich mit maximalem Aufwand (und hoffentlich nicht nur minimal) etwas ändern.
Doch das ist leider gar nicht so einfach, denn die Selbstzweifel sind meine ständigen Begleiter. Aber ich darf sie nicht gewinnen lassen, denn ich will das Abi schaffen. Der Preis ist weitaus höher als verlorene Zeit und keine Zukunftschancen, der Preis ist mein Leben… Das wird mir immer mehr bewusst…
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So langsam müsste mir die Erkenntnis kommen, dass dem Schrecken dieser Welt nicht so einfach zu entfliehen ist. Nicht wenn ich im Bett liegen bleibe und auch nicht, wenn ich weder esse noch trinke noch unter Leute gehe. Er ist immer da, der Schrecken. Er lauert an den kahlen Wänden, auf dem schmutzigen kalten Asphalt und in den Stimmen jener, denen man einmal vertraut hat. Er sagt einem, dass man nicht gut genug sei. Versagt habe. Baut einen stetig ab, statt auf.
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