Ihr denkt, ich simuliere?
Ihr denkt, ich bilde mir das alles nur ein?
Ihr denkt, ich bin einfach nur faul?
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23 Uhr. Ich bin endlich nach stundenlangem Heulen und depressiven Anfällen mithilfe von Baldrian und einem halben Glas Wein eingeschlafen. Plötzlich der Knall einer Tür. Ein Schrei. Gerede, das kein Mensch versteht. Ein Besoffener grölt herum. Noch ein Schrei, dann der Knall einer Tür. Und noch mal ein Knall. Drei Minuten Ruhe. Ich liege hellwach im Bett. Super. Wieder der Knall einer Tür…
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Höre ich diese Zeilen, so fällt mir alles wieder ein; so spüre ich wieder den Wind, der mir durchs Haar weht, als würde ich wieder ewig lang über den Berg gehen, mich fühlen wie ein Wirbelsturm von einer Sehnsucht getrieben, die unsinnig, kindisch ist. Und ich fühle mich wie ein Vulkanausbruch, wenn ich wieder den Berg runter renne, mit hohen Schuhen vor dir wegrenne. Könnte schreien, doch fällt nicht mal eine Träne. Fühle mich nur so getrieben von mir selbst. Gepeitscht und geschlagen. Ausgenutzt. Ein Gefühl des Missbrauchs ohne missbraucht worden zu sein. Schwindel. Übelkeit. Der Fall.
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Da ich wirklich ein paar „tolle“ Träume gesammelt habe, die allesamt sehr wirr sind, habe ich einfach mal beschlossen, diese ein wenig zu deuten. Oder es zumindest zu versuchen. Dabei habe ich allerdings immer nur die Deutung herausgesucht, die mir am passendsten auf die Situation im Traum und in meinem Leben erscheint. Vielleicht habe ich auch stellenweise etwas überinterpretiert…
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Kennt ihr das? Da ist alles irgendwie geregelt, ihr lebt euer schön halbwegs sortiertes Leben und dann liegt ihr im Bett, starrt an die Decke und euer Kopf rattert wie wild, weil einfach zu viel passiert und ihr das Gefühl habt, dass alles außer Kontrolle gerät? Ihr seid mitten im Geschehen, habt aber dennoch das Gefühl, nichts ändern zu können? Ihr habt euch nicht mehr im Griff, wisst nicht, wer ihr seid?
Und während ihr so daliegt und versucht, auch nur annähernd eure Gedanken zu sortieren, merkt ihr, dass ihr mal wieder den Karren voll in den Sand gesetzt habt…und euer Leben mal wieder zu interessant ist.
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Es wird Zeit für einen Blogeintrag, für literarisch wertvolles Geschreibsel. Doch würde man nun mit mir reden, gäbe es mit Sicherheit keinen wertvollen Ton. Nur ein AAAAAHHHHHHHH und WUUUUAAAHH können im „Real Life“ meine Gefühle an diesem Tag ausdrücken untermalt von Rumgehüpfe und anderen Gesten. Aber ich versuche dennoch, mich irgendwie schriftlich mitzuteilen. Das kann ich sowieso besser…
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Nee, nicht wirklich. Aber es wäre doch mal eine nette Idee, um wieder etwas mehr Farbe in mein Leben zu bringen! Und damit man mich auch ja gleich erkennt…aber ich glaube, das Thema hat sich auch wieder erledigt…leuchtendes rot reicht offensichtlich aus.
Gestern war mal wieder so ein Actiontag…
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Gestern hat mich der Kerl vom „letzten Samstagabend“ angeschrieben. Public Viewing. Eishockey. In S. Endspiel!! Ich muss unbedingt kommen!!
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Mir ist momentan wichtig, so viel wie möglich zu machen und viele Leute zu treffen. Und ich merke auch, wie es mir gut tut. Wieder fühlen, wieder leben, sich wieder auf etwas freuen – egal was! Hauptsache das Gefühl der Vorfreude, das Warten auf einen Anruf, das Kribbeln des Tatendrangs in den Fingern spüren. Wieder in etwas aufgehen, wieder den Alltag versuchen zu meistern. All das und mehr. Das habe ich vermisst…irgendwie. Und jetzt kommt es so langsam wieder und ich werde hoffentlich langsam wieder ich…und gesund…
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