Zitat aus der Psychologie…

„Dies ist ein allgemeines psychologisches Gesetz, das uns helfen kann, uns selbst zu erkennen: Was wir unstillbar in den anderen suchen, was wir übertreibend ablehnen, das gehört zu den unerlösten, d.h. unangenommenen Teilen unserer Seele. Wie die […] Gespenster im Märchen finden diese Seelenteile erst dann Ruhe, wenn wir uns bewusst mit ihnen konfrontieren und ihnen einen Platz in unserem Dasein eingeräumt haben.“

[Christa Meves: Wunschtraum und Wirklichkeit – Lernen an Irrwegen und Illusionen. Verlag Herder, 9. Auflage, 1977, S. 109]

 

Ich suche unstillbar in anderen:

Liebe/Zuneigung/Bestätigung/Akzeptanz…(selbst wenn ich nur Verachtung und meine Fehler in ihren Aussagen hören WILL…)

Mich selbst, meine Höflichkeit, meine „guten Seiten“, meine Dankbarkeit, meine Toleranz, mein Interesse für anderer Leute Leben (nicht im Sinne von Tratschtantenniveau, sondern ehrlichesInteresse…)

Meinen Tiefgrund und meine Denkweise zu bestimmten Dingen…(und gleichzeitig bin ich froh, dass niemand so stressig und kompliziert ist wie ich!)

Den Vergleich mit mir. STÄNDIG…

 

Ich lehne übertreibend ab:

„Das System“…

Das „normale“/konforme/den Mainstream/Trends…

Diese Ellenbogengesellschaft…

Jugendliche Monster, die sich ihr Hirn wegsaufen und sich null tiefgründige Gedanken machen…(weil ich anders bin)

Heidi Klum, Stefan Raab und andere Fernsehleuchten.

Komplimente und anderes Feedback, sowie Kritik…

Schwangerschaft.

Familienleben.

Den Rat meiner Mutter. Das ist automatisch so (bei allen „Kindern“?!), besonders, wenn es um Buchvorschläge geht. Allerdings hat sie mir auch schon das ein oder andere gute Buch geschenkt.

So, mehr fällt mir gerade nicht ein…vielleicht fällt euch ja noch was zu mir ein (außer, dass man deutlich herauslesen kann, dass ich mir selbst im Weg stehe)?

Oder zu euch?

Schreibt mir! : )

Posted by Journey

Kategorie: Allgemein

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10 Kommentare        

Ein interessante Zitat. Ob ich daraus auch Erkenntnisse für mich ziehen könnte? Sollte ich mir mal Gedanken zu machen.

Abgesehen von Raab, Feedback, Familie und mütterlichem Rat kann ich die Ablehnungen sehr gut nachvollziehen Aber
unstillbar suchen? Mh …

Na du kannst ja bloggen, wenn du etwas für dich daraus gezogen hast! Wäre jedenfalls interessant zu lesen, wie du das siehst. : )

Und unstillbar suchen ist vielleicht etwas dramatisch formuliert…aber auf mich trifft das total zu, besonders, was die Liebe angeht. Ich suche ein Zusammensein, das es nicht gibt und strebe
nach einer Vervollkommenung, die mich gleichzeitig einengt, sollte sie kurz aufblitzen und sich zeigen…was aber selten genug der Fall ist, da ich alles gegen eine zu tiefe Bindung mache.
Schutzmechanismen nennt man die Teile wohl, die bei mir extrem empfindlich sind…

Ich habe das Gefühl, dass ich mich krampfhaft nach Freundschaft sehne und wenn eine kaputt geht, dann bin ich am Boden zerstört und komme kaum klar. Ich denke auch, dass dies einer der
Hauptgründe ist anzunehmen, dass ich vlt. depressiv bin. Mein Freund meinte schon so oft zu mir, ich hätte wohl ernsthafte Depressionen und solle mal zu einem Psychologen gehen. Ich mag aber
nicht und versuche alleine damit klar zu kommen und ich merke, seit ich zu bestimmten Menschen wieder Kontakt habe, geht es mir sichtlich besser. Dennoch bleiben die Momente nicht aus, in denen
ich einfach weine und Kummer habe. Manchmal weiß ich aber auch gar nicht wieso. Oder weiß ich es doch und will es nicht wahrhaben?

Ich denke ich habe ein Problem mit Ablehnung und Konflikten. Bei Freundschaften ist das ganz schlimm, war es schon immer und wurde immer schlimmer. Auch bei Internetbekanntschaften ist es so.
Gehen sie oder werden sie schwächer so mache ich mir Gedanken. Sehr viele. Doch egal wie sehr ich mich anstrenge diese Menschen in mein Leben zurück zu holen, es klappt nicht. Nicht richtig,
nicht wirklich. :((

Und ich weiß einfach nicht was ich da tun soll und wie ich diese Ängste in den Griff bekommen soll und wie ich mir das abgewöhnen soll. Ich sage mir immer, ja gut: „Wer nicht will, der hat
gewollt!“ aber wirklich klar komme ich mit dieser Tatsache nicht. :((

Passt das zum Thema? Ich frage mich gerade wieso ich bei dir immer so lange Texte von mir gebe, aber in meinem Blog nicht darüber schreiben kann. :((

Ich habe auch echtes Interesse am Leben anderer! Aber viele nicht an meinem Leben, was mich dann ebenfalls wieder sehr traurig macht!! :((

Was ich auch schlimm finde und eher ablehne, als gutheiße: Teenie-Mütter, Alkohol und Drogen, Hatz IV Dummis, die faul sind und gewalttätig und Kinder bekommen… uvm.

Mit gemischten Gefühlen gehe ich an Themen wie Familie, Schwangerschaft, Heirat, Sterben usw. …

Seit wann geht es dir denn so? Gibt es einen bestimmten Auslöser oder irgendetwas, was sich stark verändert hat?

Und wenn du „ernsthafte“ Depressionen hättest, wärst du unter anderem wohl nicht mal in der Lage morgens aufzustehen und abends einzuschlafen. Ich schicke dir mal mein Psychologierreferat über
Depressionen, vielleicht bringt dir das ja was.

Mit sozialen Kontakten habe ich auch schon immer Probleme…ich hab Menschen abgeschoben, wurde abgeschoben, ersetzt, im Stich gelassen,…aber selbst war ich auch schon so zu
Menschen…mittlerweile bin ich der Meinung, dass jeder Mensch seine Zeit in meinem Leben hat/hatte und irgendwann ist einfach ein Punkt erreicht, an dem es nicht mehr weitergeht oder man sich
eben auseinanderlebt und mehr oder weniger voneinander trennt. Es ist schmerzhaft, aber damit muss ich mich abfinden. Was bleibt sind die Bilder, Zitate, Geschichten,…aus einer gemeinsamen
Zeit, die Teil meines Lebens ist. Es ist selten oder gar unmöglich, dass man immer mit den selben Menschen im Umfeld (er)lebt…

Das mit dem gegenseitigen Interesse ist schwierig und ich kenne das auch noch von früher… Je mehr ich nämlich versucht habe, für andere zu machen und zu tun und zuzuhören (in der Hofnung, sie
merken es und es kommt was zurück), desto unausgeglichener fühlte ich mich danach…ich habe stets gewartet, gehofft, verlangt, manipuliert,..und letztendlich war alles umsonst, denn Interesse
ist entweder da oder nicht.

Ich bin mir aber sicher, dass es Menschen gibt, die dir gerne zuhören und sich für dich interessieren. Und auch wenn du sie nur an einer Hand abzählen kannst, ist das schon echt viel wert! Lass
dich nicht verwirren von einer Gesellschaft, die die Definition des Begriffs „Freund“ nicht mehr kennt und jeden als solchen bezeichnet! Und warte nicht auf das Interesse von diesen Menschen!

Dass du gerade bei mir so viel schreibst, wundert mich ehrlich gesagt nicht. Ich bringe Menschen zum Erzählen und Nachdenken…und das gerne. : )

Du kannst dich also ruhig weiterhin hier auslassen. ^^

Und keine Angst, eine Therapie tut nicht weh. Nur die Wartezeit, die echt lange andauern kann…sowieso hast du erst mal 5 Sitzungen oder so, bis ein Antrag auf mehr Stunden an die Kasse gestellt
wird.

Keep ya head up! ; )

Keep ya head up??? = Kopf hoch!!?? O.o

Das was du da zu meinem Thema mit der Freundschaft beschreibst, trifft es auf den Punkt. Habe gerade das Gefühl, ich hätte es selbst geschrieben. Ich habe wohl leider auch ein wenig dazu
beigetragen, dass die ein oder andere Freundschaft kaputt geht… aber meist halt nicht einfach so, sondern aus gutem Grund. Wann das anfing kann ich dir nicht so genau sagen, ich denke aber
schon ganz ganz früh… ich weiß noch, dass ich mal viele Freunde aufgab, für eine beste Freundin (da war ich noch ein Kind) und als diese dann kaputt ging, war ich ALLEIN. Ich wurde ruhig,
schüchtern, ein „Kellerkind“, schaute nur noch TV und zockte Playstation. :(( Später dann (Realschule) nahm das alles ein wenig ab. Ganz weg ging das nie, aber es wurde besser und ich hatte viele
Freundinnen und es war eine schöne Zeit. Aber auch da kam eins nach dem anderen… Vor allem, als 2009 mein Freund schluss gemacht hatte… da war ich dann vollkommen im Arsch. und meine damalige
beste Freundin war nicht wirklich für mich da. Und dann ging das auch immer weiter auseinander… joa… so irgendwie (im groben)!!!

Ich weiß halt nicht was ich dem Therapeut sagen soll und ob der mich dann nicht vlt. für vollkommen bedeppert hält!??? :((

Naja, fast…xD „Behalte deinen Kopf oben“ ; )

Ich kann dich beruhigen, denn dass viele Menschen Probleme damit haben Freunde zu finden und zu behalten ist ganz „normal“, du bist also nicht die einzige! Die wenigsten bekommen das gut auf die
Reihe…(auch wenn es nach außen so scheint)

Und warum sollte dich ein Therapeut für bedeppert halten? Es ist schließlich sein Job, mit Menschen zu arbeiten, die irgendwo in ihrem Leben Probleme haben und das ernst zu nehmen! Das darf also
deine geringste Sorge sein. : )

Okay, danke schön für deine Meinung und deinen Rat! :-*

Es ist ja schon ein wenig besser geworden, aber mal sehen… ob ich mich nicht vlt. doch mal dazu entscheide!!

Verkehrt ist es nie! Die meisten begehen den Fehler, ihre Psyche und ihr Innerstes zu vernachlässigen, was sich leider auch im Alltagsleben oder sogar im Charakter festsetzen kann. : /

Im Charakter und Wesen, ja… in der Art wie man spricht und sich verhält und mit anderen umgeht… ich denke, ich habe mich in den letzten 6 Jahren schon ziemlich verändert. Teils positiv, aber
auch negativ. Finde ich mal… es ist aber teilweise schon besser geworden. Hachja… so ein bisschen hilft mir dass, mit dir zu schreiben. ^^ DANKE :-* Einfach mal raus lassen, weißt du!?

Ja, ich weiß, was du meinst…

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