Eine Woche rum

Und doch so viel geschehen, so viel Gedanken gemacht, so viel eingeredet, gemacht und getan. Ich weiß mal wieder gar nicht, wo ich anfangen soll…alles passt jedenfalls nicht in einen Blogeintrag. Der Rest kommt später.

Wie man merkt, habe ich nicht mehr so viel Zeit zum Bloggen, bzw. ich habe zwar Zeit zum Artikel anfangen, ein bisschen was von meinem Ideenreichtum aufzuschreiben, aber irgendwie nicht, um alles in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen. Immerhin habe ich jetzt ganz viele Ideen für meinen Blog…oder besser gesagt: meine Blogs. Das ist nämlich noch ein Grund, warum ich keine Zeit zum Bloggen habe… Der zweite Blog wird allerdings weniger interessant sein. Je nach dem. Er ist auch für die Schule gedacht und soll meine Gedanken zum Psychologe/Pädagogik-Unterricht beinhalten. Ich bin heilfroh, dass man das auch in Form eines Weblogs machen darf, denn meine Schrift kann momentan kein Mensch lesen. Ich habe mir Hieroglyphen angewöhnt. Schnell schreiben ist eine Kunst…

Den Link zu dem Blog findet man jedenfalls unter der Kategorie „Mein täglich Bot“ in der rechten, mittlerweile ziemlich vollgestopften, Spalte.

Gestern war ich selbstverständlich in der Kneipe – diesmal u.a. auch mit meiner Freundin M. Es war viel los. Jo hat uns sogar ganz nett begrüßt, was er nie macht. Später haben wir ihn allerdings geärgert, was aber wenig Relevanz hat. Ich habe beim Streiten mal wieder gewonnen. Um es kurz zu machen: Es ging um einen Barhocker…es war seiner, obwohl er nicht darauf saß…und M. hatte ihn geklaut… Auch, wenn es so blöde Themen sind, ich mag es mit Jo zu streiten, zu diskutieren, „Scheißdreck zu schwätzen“. Ich bin froh, dass er mir das im Laufe der Zeit beigebracht hat. Und jede Seite der Medaille sehen…alles hinterfragen. Früher habe ich immer gemeint, Jo und M. sind mir die zwei liebsten Menschen auf der Welt. Trotz allem zähle ich ihn heute auch noch dazu. Und das, obwohl ich sterben wollte…bzw. genauer gesagt wusste ich nicht, was ich wollte…da denkt man, dass man viel weiß und dann lernt man doch noch grundlegende Dinge…

Dann, als M. weg war, kam dieses Gefühl wieder, das ich schon den ganzen Tag hatte…und mir stiegen die Tränen in die Augen. Alle hielten mich daraufhin für hysterisch, da viel getrunken wurde und ich zu Dramen – nüchtern wie betrunken – neige…und der Wirt hat mir gesagt, ich würde mich in irgendwas reinsteigern. Dem war aber nicht so. Ich habe, seit ich am Mittag aus der Schule gekommen bin, immer wieder mal weinen müssen… Kai hat sich nämlich gemeldet. Er hat gefragt, ob ich Nadine, die Bedienung aus dem Nest, gesehen hätte. Ich meinte nein, da ich da ja nicht mehr so oft bin. Er meinte, sie sei tot, habe sich vor den Zug geschmissen. Ich gebe zu sie nicht besonders gut gekannt zu haben. Sie hatte da eine Geschichte mit einem Taxifahrer am laufen. Anscheinend waren sie auch frisch verlobt…

Mir tut’s aber jetzt Leid, dass ich mir nie Gedanken über sie gemacht habe…sie war auch so unscheinbar. Okay, ihr Gesicht war voller Piercings und sie hatte sich die Haare radikal kurz geschnitten und lief immer mit ganz viel Halsketten herum, hörte auch viel Punk. Aber vor Wesen her war sie so extrem ruhig, dass es einem nicht mal aufgefallen ist, dass einem das nicht auffällt…

So saß ich also bis halb drei heulend im Nest und man bestand darauf, dass ich heimgebracht wurde. Dieter brachte mich Heim. Sonst war auch keiner mehr da. Und als wir bei mir im Gang der zur Haustür führt standen, beschienen vom Licht der Straßenlampe, setzte ich mich auf dem Boden und meinte: „So, ich rauche jetzt eine.“ Nach ewig langer Zeit und der zweiten Zigarette, setzte sich Dieter neben mich. Und ich fing an zu diskutieren. Ihn zu fragen, was der Sinn von Beziehungen ist. Und da ich so gute Theorien habe, die ich demnächst noch niederschreiben werde, hat er mir gesagt, dass ich blöd bin. Weil das auch Sinn gibt. Ich regte mich auf. Immer wurde ich thematisiert. „Du bist geil“ „Du bist eine blöde Kuh“ „Schön deine Stimme zu hören“ … Ich weiß, das ist gemein, aber es nervt mich einfach. Zum einen, weil ich rein gar nichts für ihn empfinde, zum anderen, weil ich so was nicht gewohnt bin. Sicher, ich mag Dieter sehr – als guten Freund. Und Liebe macht doof im Kopp. Aber er muss endlich mal erwachsen werden. Man macht mir Vorwürfe, dass ich keine Kerle in meinem Alter mag bzw. ich mit ihnen so gut wie nichts anfangen kann? Dieter ist im Kopf unter meinem biologischen Alter. Er ist auch zwar schlau und hat viel erlebt. Aber dennoch benimmt er sich in manchen Situationen wie ein Kind: Hört nicht zu, ist stur, hat keinen Plan vom Leben und was es will. Sein Jargon kommt übrigens den Kids sehr nahe…demnächst werde ich die jugendlichen Ausdrücke zählen. So wie eine aus meiner Klasse gezählt hat, wie oft ich mir beim Referat präsentieren den Pony zur Seite streiche. Zehn mal in vier/fünf Minuten…ich habe mit mehr gerechnet. Weil das ein richtiger Tick von mir ist.

Wie auch immer, Dieter sollte mehr lesen…tut er aber auch nicht. Er bildet sich nicht weiter, er weiß alles besser und was ich sage ist alles richtig, aber das juckt ihn nicht. Er gibt mir ja sogar recht! Sagt, ich hätte mit meinem Theorien betreffend ihn recht…

Es ist genau wie mit Jo. Keiner ist in der Lage sich zu bessern, aber beide wissen sie, dass ihr leben scheiße ist. Das Problem: Sie haben aufgegeben…

Posted by Journey

Kategorie: Allgemein

Autor: Journey

«      |      »

Schreibe einen Kommentar