Sucht

„Waaas, du hast kein Smartphone!?“ 

„Ja, ich habe wirklich kein Smartphone!“
Die Reaktionen darauf, dass ich nur mit einem Klapphandy unterwegs bin und nicht wie ein moderner, „normaler“ Mensch mit einem Smartphone, sind sehr unterschiedlich und reichen von Bewunderung über Ungläubigkeit bis hin zu Mitleid und Unverständnis. Noch vor einer Weile empfand ich sie als überwiegend negativ und habe mich auch etwas angegriffen gefühlt, wenn mir einer im größten Akt der Solidarität sein altes Smartphone andrehen wollte. Ich kam mir einfach unverstanden vor, wenn mein Gegenüber einfach nicht begreifen wollte, dass ich das ernst meine und wirklich keins möchte. Nicht mal geschenkt.

Mittlerweile bin ich da lockerer geworden und zudem ist bei den meisten angekommen, dass ich das wirklich aus Überzeugung mache und daran auch nichts ändern werde. Einigen wenigen fühle ich mit „meiner Art zu leben“ wohl sogar etwas auf den Zahn, weil ihnen plötzlich die eigene Gefangenheit in dem System des Smartphones bewusst wird. Sie geben mir dann zwar recht, wenn ich mich davon fern halte, schaffen es aber selbst nicht diesen Weg zu gehen und sich davon zu lösen. Zumindest nicht vollständig. Vermutlich wollen es auch nicht wirklich, da es ja schon sehr praktisch ist… oder weil sie es sich nicht mehr vorstellen können, wie es ohne ist? Der Mensch ist und bleibt eben ein Gewohnheitstier…

Da nun aber die Gründe für mein smartphoneloses Leben meist nur für mich von Anfang an auf der Hand liegen, möchte ich meine Gedanken dazu mal zusammenfassen bzw. endlich mal meine Geschichte aufschreiben, wie es eigentlich dazu kam…

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Logbuch #86 Die Verführung der Ablenkung..

Manchmal sehne ich mich zurück in eine Zeit, in der man statt einem einzigen „Gerät für alles“ noch mehrere besessen hat. Ich will nämlich nicht alles an einem machen müssen. Will mich nicht ständig ablenken lassen. Will so gerne mal wieder bewusst eine CD oder einfach nur Radio hören und mich mit einer Entscheidung zufrieden geben ohne ständig von 100000 anderen potentiellen Möglichkeiten umgeben zu sein.
Ohne die Möglichkeit online zu sein…

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Logbuch #85 Der Mann im Bus

Irgendwie kam heute alles wie es sollte… Ich stieg in den Bus, schnappte mir meine aktuelle Psycholektüre und setze mich in den „Vierersitzbereich“. Das mache ich immer noch automatisch, wenn nicht so viel los ist. Früher dachte ich mir dabei: ‚Hey, vielleicht setzt sich mir ja jemand gegenüber!?‘ Bei Corona und einem fast leeren Bus hatte ich aber nicht damit gerechnet…

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Logbuch #84 Die Sache mit der Nicht-Eifersucht

Neulich in einem Telefonat mit Maze kamen wir über einen ehemals sehr guten Freund von mir zu seiner Freundin und von dort dann auf das Thema Eifersucht (weil daran wohl die Freundschaft gescheitert ist). Und ich habe mal wieder festgestellt, wie schwer es mir fällt, mich in dieses Gefühl hineinzuversetzen… also in das, was sie wohl gefühlt haben muss, als sie mich kennen gelernt hat. Es erscheint mir einfach so irrational und gar nicht greifbar…

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Vom Prä-Alkoholismus II – Co-Abhängigkeit

Hier nun der zweite Teil meiner Auseinandersetzung mit dem Thema Alkoholismus. Diesmal bin ich ausschließlich auf das Thema „Co-Abhängigkeit“ eingegangen.

Eine kleine Info vorweg: Ich habe im Folgenden eher von dem Alkoholiker und einer weiblichen Co-Abhängigen geschrieben, weil diese Form auch häufiger verbreitet ist. Aber natürlich gilt das auch für Alkoholikerinnen und männliche Co-Abhängige.
Ebenso taucht die Co-Abhängigkeit im Zusammenhang mit anderen Suchtmitteln/Drogen oder „Verhaltenssüchten“ (Spielsucht, Magersucht,…) auf.

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Vom Prä-Alkoholismus

Und wieder einmal stelle ich mir die mit Abstand schwierigste Frage aller Fragen…: Ab wann ist es Sucht? Ab wann ist jemand wirklich ein Alkoholiker?

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Logbuch #79 Offline

„Kann ich heute früher gehen und morgen früher kommen?“
„Kein Problem!“
„Cool, weil ich nämlich meinen Schlafrhythmus umgestellt habe. Ich geh jetzt um ca. 21 Uhr ins Bett und stehe um vier auf…“

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Logbuch #71 Sie haben das Ende der Kommunikation erreicht

Manchmal kommt es zu einem „Point of no return“ im Miteinander, was spätestens dann definitiv keins mehr ist. Nur noch ein Kampf, ausgetragen auf einem Berg von Missverständnissen und allen möglichen kognitiven Verzerrungen und immer negativeren Gedanken über die andere Person. Da kann man sich dann noch so sehr bemühen, das Gespräch in eine andere, nüchterne, weniger vorwurfsvolle Bahn zu lenken. Wenn der andere das nicht sieht und mitzieht, wird es eigentlich immer schlimmer.
Und irgendwann ist dann eben diese Schwelle überschritten, an der man dann überhaupt nicht mehr zusammenfindet, nicht mal für den letzten Moment.

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Ernüchterung²

Und dann, mit einem mal, klingt das Gefühl ab. Ertrinkt endgültig. Abrupt verschwinden nun die Reste des anfänglichen Nervenkitzels, des ungewissen Neuen. Was waren wir doch voneinander angezogen! Vom Reiz der verrucht verrauchten Erscheinung des anderen. Von der Aufregung, die er in uns ausgelöst hat. War der Anfang etwa nicht ein Abenteuer?

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