Gedicht: a&n

Vor einigen Monaten hatte mich überraschenderweise eine Frau von einer Zeitung angeschrieben und ein Interview für ihre Kolumne über Künstler aus der Region angefragt. Durch den guten Zuspruch von meinem Leser Pit, habe ich das auch recht gut gemeistert und mir bewusst gemacht, warum ich eigentlich schreibe.
Dieses Gedicht habe ich extra dafür geschrieben:

 

Da sind so viele Worte
Die raus wollen
Der Drang
Nicht sprachlos zu wirken
Und dennoch schweigen wir
Über alles und nichts
Suchen darin leise Sicherheit
Unergründet zu bleiben
Unbegründet sich rauszuhalten
Gedanklich wie sprachlich
Doch letztendlich ist es Angst
Die uns der Macht beraubt
Uns zu offenbaren
Perspektiven zu ändern
An uns zu wachsen

 

Den Artikel habe ich auch hier online gestellt.

Posted by Journey

Kategorie: Gedichte

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4 Kommentare        

Haha! Durch genügend langes Nachdenken habe ich gerade eben endlich begriffen, was a&n bedeuten soll :-)

Das freut mich. : )

> Der Drang Nicht sprachlos zu wirken …
Ja, ganz genau so empfinde ich. Und woanders hast Du geschrieben:
> leider bin ich nicht die große Rednerin …
Auch ich bin kein großer Redner.
Was uns dann bleibt, ist nur das Schreiben!

Es sei denn, wir verzichten auf Worte und machen Musik, Skulpturen, Tanz, Malerei, Pantomime, Fotografien oder halten nur die Hand von jemandem, der das gebrauchen kann …

Dafür, dass wir keine großen Redner sind, sind wir wiederum fähig, uns mit geschriebenen Worten auf eine Weise auszudrücken, die andere nicht so leicht können. Und alles andere künstlerische Schaffen ist meiner Meinung nach ebenso dafür gemacht. Es ist einerseits ein Ventil und schafft andererseits eine Ebene für den Künstler, durch eben seine Kunst das im Verborgen liegende sichtbar zu machen…einen Ausdruck zu verleihen.

Aber die Hand von jemandem zu halten, der es gebrauchen kann, ist auch ein toller nicht-sprachlicher Ausdruck!

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