„Hallo? Zentrale hier. Ich hätte hier ‚ne Patientin, die will nicht mehr leben.“
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Nach meinem extrem guten Einstieg hier hat es mich natürlich irgendwann umgehauen. Und das gar nicht mal so leicht… Montag, Mittwoch und Freitag ging es mir jedenfalls so extrem mies, dass ich zu nichts mehr fähig war. Es war mir einfach alles zu viel. Zu viele Baustellen, zu viel Selbsthass, zu viel, was ich nicht verstehe…
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Nun bin ich genau eine Woche hier. Eine Woche ohne gewohnte Umgebung, ohne Kontakt zu einigen Menschen und ich muss ehrlich sagen/schreiben: Es geht mir um einiges besser. Ich liege nicht den ganzen Tag im Bett, esse dreimal am Tag und habe ständig Termine, die mir gut tun und die ich wie in der Schule unterschreiben lassen muss. Aber das ist wirklich klasse und irgendwie genau das, was ich brauche: Einen verdammten Terminplan…
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Naja, wie und wo soll ich anfangen? Ich bin mit meiner „Familie“ fertig. Für einen kurzen Moment habe ich sogar daran gedacht, meinen Namen zu ändern. Ehrlich. Aber ich werde mit den Psychologen in der Klinik noch reden, denn ich fühle mich richtig schlecht, so wie das nun ist. Nicht, weil ich bereue, was ich heute alles gesagt habe, sondern weil ich nun noch mehr Probleme habe…aber ich habe einfach nicht mehr die Kraft, diesen mir fremden Menschen irgendetwas vorzuspielen…die heile Welt ist gestorben. Tot.
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Ich kam gestern nach Hause mit Chips und Rotwein und hatte eigentlich vor, mich auf inkorrekte Weise zu vergessen. Doch dann sah ich das Nachrichtensymbol auf meinem Handy. „Egaaaaal“, dachte ich mir zuerst, „wird schon nichts Wichtiges sein.“ Die Neugierde brachte mich allerdings dazu, noch mal genauer hin zu sehen. Und dann…blieb mir wahrhaftig der Chip im Hals stecken: Mr. Right.
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