Journey

Weihnachten

Dieses Weihnachten war wirklich sehr schön. Trotz Pannen und Frisur-Pleiten am Morgen. Trotz immenser Hektik. Trotz kurioser Haarfarbe, die nicht so geplant war. Aber was soll’s, dann habe ich nun eben dunkelrote Haare statt hellrote. Ich bin da flexibel. Alles…auch lila…nur nicht grau-braun-gold…

Wie jedes Jahr an Weihnachten ging es am Mittag zuerst in die Kneipe. Ungewöhnlich ist das bei uns nicht. Andere gehen in die Kirche, meine Eltern und ich unter die Leute. Ich finde das jedes Jahr immer besonders schön mit meiner zweiten Familie im Nest zu sitzen, zu lachen, zu reden,…kurz: Es geht mir darum, an Weihnachten so viele liebe Menschen wie möglich um mich zu haben. Und wo geht das besser, als in meiner Stammkneipe? Mit Dieter, Teesorte, meiner Friseurin und vielen anderen lieben Menschen.

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Kein Liebesgedicht von keinem Dichter

Ich vermochte zu schreiben
Ein Liebesgedicht
Ich hielt es so
Für meine Pflicht
Es sollte etwas Besonderes sein
Wie du,
ausdrucksstark und dennoch fein
Perfekt bis ins kleinste Detail
Von einem roten Faden durchzogen,
fest wie ein Seil
Und sieh an,
es reimte sich
Fing an mit „Liebste“,
Schloss mit
„Liebst du mich?“

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Wie sieht das Zeugnis aus?

Gestartet bin ich mit höchster Motivation in die 12. Klasse. Die Männerwelt hat mich anschließend demotiviert und zuletzt war ich so tief untern, dass ich alles aufgeben wollte und mich schon gefragt habe, was ich machen könnte, wenn ich das Gymnasium abbreche. Ich habe mich gefragt, ob mir dann ein Stein vom Herzen fallen würde, weil das, was mich kaputt macht, endlich weg sein wird. Vielleicht würde es mich im ersten Moment befreien. Aber ich müsste dann auch mit dem Eingeständnis leben, schlecht zu sein und versagt zu haben. Jetzt bin ich zwar auch schlecht und versage in der Schule, aber daran lässt sich mit maximalem Aufwand (und hoffentlich nicht nur minimal) etwas ändern.

Doch das ist leider gar nicht so einfach, denn die Selbstzweifel sind meine ständigen Begleiter. Aber ich darf sie nicht gewinnen lassen, denn ich will das Abi schaffen. Der Preis ist weitaus höher als verlorene Zeit und keine Zukunftschancen, der Preis ist mein Leben… Das wird mir immer mehr bewusst…

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Mein Gehirn braucht gelöste Aufgaben!

Es gibt eine Besonderheit, die mir jedes Mal aufs Neue auffällt. Dass ich das nun niederschreibe, habe ich ebenfalls dieser Besonderheit zu verdanken. Sie überkommt mich alle paar Wochen, einfach so, ohne Vorwarnung.

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Tres: Die Freizeit

Das ganze Abi ist ein Kampf in jeder Minute. Alles ist mit Arbeit verbunden. Mit sehr viel Arbeit sogar. So viel Arbeit, dass ich zu nichts mehr komme.

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Dos: Was macht eigentlich Journey?

Die Schule hat sehr lange eine Last für mich dargestellt. Mal mehr, mal weniger. Eine Zeit lang ging es auch ganz gut und dann wieder gar nicht. Es war ein ständiges auf und ab. Aber irgendwie war das mein Leben ja immer: Mal Hoch-, mal Tiefgefühl. Das erkennt man auch an meinem Blog. Ich war der Inbegriff des Ungleichgewichts. Man wird mir vielleicht nicht glauben, wenn ich sage, dass ich momentan das erste Mal seit langer Zeit dabei bin, wieder an Gleichgewicht zu gelangen, aber es ist so. Fürs erste.
Dr.D. hat dem Ungleichgewicht einen Namen gegeben: Frustrationstoleranz.

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Uno: Psychospiel

Es gilt in der heißen Phase, kurz vor den Klausuren, ruhig und selbstsicher zu bleiben. Und es gilt ebenfalls, vorbereitet zu sein, noch bevor jeder andere überhaupt daran gedacht hat, dass gelernt werden muss. Damit kann man seine zart besaiteten Mitmenschen in den Wahnsinn treiben und ihnen ein schlechtes Gewissen machen. Dazu gehören natürlich noch die typischen Aussagen wie „Ach, ich habe gar nicht so viel gelernt“ oder „Ach, ich habe erst am Abend vor der Klausur angefangen…“ Addiert man das mit dem Wissen, dass diese Person sowieso wieder über 10 Punkte schreibt, hat man’s geschafft: Journey bricht zusammen.

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Das Ende vom Anfang

Weeks ago…
„Was tippen Sie da die ganze Zeit?!“ Ich werde wach. Mein Datenverarbeitungslehrer, der meinen Namen nicht zu kennen scheint (aus näheren Beobachtungen schließe ich, dass er sich die Namen der Schüler absichtlich nicht merkt) blickt über meinen Bildschirm, dann sieht er mich fragend an.

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