Vorsätze fürs neue Jahr

Ich mache mir ja nicht sonderlich viel aus großen Vorsätzen fürs neue Jahr. Wenn ich etwas ändern will, dann fange ich am besten gleich damit an, denn sonst wird das irgendwie nichts…

Vermutlich habe ich deshalb schon Ende letzten Jahres damit begonnen die großen Themen meines Ablageordners endlich mal zu veröffentlichen. Denn auch wenn ich im letzten Jahr recht wenig hier geposted habe, war ich neben dem Beenden und publizieren meines ersten Romans, dem Beginn meines dritten Romans und dem Weiterführen meines zweiten Romans schon recht fleißig… (den dritten habe ich vorübergehend auf Eis gelegt, weil der zweite thematisch aktueller ist, wieder wichtiger wurde und ich beim dritten noch nicht so recht weiß, wohin der eigentlich führen soll)
Auf jeden Fall gibt es also noch das ein oder andere Thema, über das ich hier in der nächsten Zeit bloggen möchte. ; )

Meinen Vorsatz aus dem letzten Jahr (wieder mehr und bewusster essen/kochen) habe ich anfangs so akribisch versucht umzusetzen, dass mich wieder mal die Überforderung mit dem ganzen Thema eingeholt hat. Wenn ich sowas mache, will ich es natürlich „richtig“ machen! Also habe ich mir Ernährungspyramiden runtergeladen, dutzende Dokus angesehen und versucht zwanghaft ein System mithilfe von Exel/Open Office Calc, Rezeptzutaten und meiner Buchhaltung zu entwickeln.  Nachdem ich dann irgendwann aufgegeben hatte einem Essensplan zu folgen, um mich zu 100% richtig und ausgewogen zu ernähren, lief es komischerweise. Das war in etwa wie damals mit dem Buch/Projekt, das mit beim Zunehmen helfen sollte. Das ganze Kalorienzählen und der Stress, möglichst viel zu essen, haben mich letzten Endes abnehmen lassen.
Zur Zeit läuft es zwar wieder mieser mit dem bewussten Essen, aber ich habe immerhin schon mal das Ziel erreicht, kein Fleisch mehr aus einer Verpackung, sondern nur noch vom Wochenmarkt oder Metzger zu kaufen. Insgesamt esse ich dadurch auch etwas weniger Fleisch, aber schlimm ist das jetzt nicht unbedingt.
Irgendwie esse ich momentan noch allgemein etwas zu wenig, was aber auch daran liegen könnte, dass ich erst gestern wieder aus dem Urlaub kam, mir dann meine selbstgemachte Bolognese aufgetaut habe und heute daher keinen Bedarf hatte was zu kochen. Morgen gehe ich dafür einkaufen und ich habe auch schon einen groben Plan für die nächsten Tage. Eigentlich ist das auch der richtige Weg. Ich habe nämlich gemerkt, dass mich das genaue Planen mehr stresst als den Stress, den ich bei einem Kühlschrank empfinde, bei dem ich mehrere Gerichte kochen könnte. Bisher hat mich ein allzu voller Kühlschrank immer sehr unter Druck gesetzt, weil ich durch den Entscheidungszewang am Ende wie gelähmt war. Aber mittlerweile kann ich schon besser damit umgehen, da ich ja auch spontaner geworden bin und durch das Kochen mit anderen (was ich früher auch immer beängstigend fand) lockerer geworden bin. In meine Küche lasse ich dennoch keinen, da bin ich noch seeeeehr eigen. In anderen Küchen hingegen helfe ich jedoch gerne mit.
Insgesamt ist mein Essensziel für dieses Jahr jedoch nur das, dass ich wieder mehr Obst essen möchte anstatt so viel Süßkram. Ich hatte letztes Jahr nämlich mal eine Smoothiephase und die tat mir eigentlich recht gut.

Andere oder spezielle Vorsätze für 2020 habe ich jetzt nicht direkt. Ich glaube auch, dass ich mit meiner Lebensweise insgesamt auf einem echt guten Weg bin, denn ich kann in den Spiegel schauen, gehe ehrlich mit meinen Mitmenschen um, erwarte und verlange nichts, suche nicht die Schuld bei ihnen und bringe ihnen – trotz allem, was sie getan haben – Liebe und Verständnis entgegen wo ich nur kann und glaube nach wie vor an das Gute in ihnen. Meine Devise ist und bleibt von Anfang an ein offener Umgang und kein vergiftetes Misstrauen und negative Gedanken.
Laut meiner Mum, die gerade mal wieder ein Buch von Osho liest, bin ich ebenfalls bereits das, was Osho anstrebt. Ich lebe also, ohne je etwas von ihm gelesen zu haben, nach dessen Prinzipien wie z.B. Bescheidenheit, kein Festbeißen und Klammern an materiellen Dingen und Besitz, innere Ausgeglichenheit durch Selbstreflexion sowie dem Erkennen, was einem gut tut und was nicht,…

Aber ich ruhe mich natürlich nicht auf all dem aus, arbeite dennoch weiterhin mit Freuden an mir und lerne dazu wo es nur geht. Und ich bin gespannt, was mich dieses Jahr so erwarten wird!

Meine Ziele für dieses Jahr sind also eigentlich recht einfach:
Einfach weitermachen wie bisher und auf mich Acht geben! : )

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Lesern – auch den überwiegend stillen unter ihnen – ein frohes neues Jahr!

Posted by Journey

Kategorie: Allgemein

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6 Kommentare        

Danke für die Erinnerung, hab mir grad noch eine Clementine geholt. Denn Obst ist bei mir auch so eine Sache, an die ich viel zu selten denke.

Insgesamt liest sich das bei den ganzen Widrigkeiten aber doch recht positiv mit den Veränderungen :-) Zumindest so mit sich im Reinen zu sein, dass man in den Spiegel schauen kann, ist viel wert.

Weiterhin viel Erfolg dabei.

Hallo Schoko!
Schön, dass du noch auf meinem Blog vorbeischaust! : )

Ja, Obst ist echt wichtig! Aber so wie ich mich kenne, mache ich da zunächst wieder eine „Wissenschaft“ draus…na immerhin habe ich schon mal welches gekauft ohne Plan und Liste. So seltsam es auch klingt: In einen Laden zu gehen und einfach zu kaufen, worauf ich Lust habe ohne nachzudenken, ist echt eine Herausforderung für mich.

Dir wünsche ich auch positive Veränderungen und dass du deine Vorsätze einhalten kannst! Und natürlich, dass du mit dir im reinen bist. Ich denke in den Spiegel schauen kannst du schon, aber innere Ausgeglichenheit anzustreben ist nie verkehrt. ; )

Schokokäse

Oh ja, deinen wissenschaftlichen Ansatz hab ich auch bei deinem letzten Kommentar auf meinem Blog bemerkt *g* Werd darauf noch antworten, wenn der Providerwechsel vollzogen ist.

Das mit dem In-den-Spiegel-gucken ist so eine Sache. Zumindest, wenn es ums Äußerliche geht. Da bin ich derzeit wieder was skeptischer.

Hallo Schoko! Nun habe ich mal ganz schön prokrastiniert mir dem Antworten…
Das mit dem Spiegel war ja auch eher auf das Innere bezogen als auf das Äußere ; )
Aber was macht dich denn so skeptisch?

Schokokäse

@ Journey:

Mittlerweile überschneidet sich das wohl etwas mit der E-Mail-Konversation 😉

Auf der einen Seite ist es gut, dass es bei den Männern zumindest nicht so ein stark einseitiges Schönheits“ideal“ gibt wie bei den Frauen (so traurig das auch ist, klar).

Auf der anderen Seite tu ich mich dadurch schwer damit, mich selber auf einer „Skala“ einzuordnen und daher auch nicht weiß, wie hoch ich meine eigenen „Ansprüche“ bzw. Vorstellungen schrauben darf.

Denn durch das gesellschaftliche Leben und die Medien werden entsprechend akzeptierte und normierte Ideale etabliert, die wohl so gut wie keinen unbeeinflusst lassen. Klar, manche mehr, manche weniger.

Huhu Schoko,

ich glaube, du machst dir da seeeeehr viele zu analytische Gedanken. In der Praxis kann es nämlich auch ganz anders kommen und es kann dir auch urplötzlich ein Mensch begegnen, der so gar nicht dem Schönheitsideal oder nicht mal deiner Vorstellung davon entspricht…und dennoch kannst du dich von ihm/ihr irgendwie angezogen fühlen.

Ich weiß auch nicht, auf welcher Skala ich bin und möchte mich da aber auch nicht einordnen.
Mir hat mal jemand gesagt, dass ich nicht schön sei. Zumindest nicht das „Schön“, das dem gängigen Schönheitsideal entspricht…aber in einem anderen Sinne sei ich eben schön. Besonders. So im Nachhinein ist das eigentlich ein schönes Kompliment und mir lieber, als so auszusehen wie andere, auch wenn sie als schön bezeichnet werden. Was hat denn dann noch das Kompliment „schön“ für eine Bedeutung?

https://www.youtube.com/watch?v=9YL2b3DDp18&frags=pl%2Cwn

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