Es*

Und plötzlich ist sie da
Die Versuchung
Permanent neben mir
Hinter mir
Beobachtet mich
Ganz genau
Appelliert an meine Vorstellung von Moral
Verführt mich
Mit einem spöttischen Lächeln
Einem durchdringenden Blick
Scheint sie es besser zu wissen
Was ich ersehne
Sie schleicht sich in meine Gedanken
Lässt mich von ihr träumen
Verfolgt mich
Und dabei ist da nichts
Nichts Reales
Nichts Berührbares
Nur die Vorstellung
Die Sehnsucht nach einem anderen Weg
Einem unversuchten Abenteuer
Etwas Neuem
Ungelebten…
Aber es ist nicht richtig
Ihn „nur zu probieren“
Sagt die Moral

*Anspielung auf das Es aus Sigmund Freuds Triebmodell (siehe hier)

Posted by Journey

Kategorie: Gedichte

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2 Kommentare        

Sehr berührend geschrieben. Richtig schön !

Danke! : )

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