AD(H)S

Graustufen

Nach meinem letzten Beitrag über Autismus, HSP und AD(H)S ging es mir richtig gut. Es war sehr befreiend, das alles mal zu thematisieren und ich merke immer mehr, wie sehr mir das Thema am Herzen liegt, weil es mich nun mal betrifft.

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Wozu Diagnosen?

Ich beschäftige mich ja schon seit einer Weile mit dem Thema Autismus, wenn auch eher still für mich. Die Reaktionen meines Umfeldes auf die ersten paar Äußerungen, vielleicht selbst auch nur den Hauch von autistischen Zügen zu haben, gehen von „Nein, das bist du nicht, ich kenne Autisten!“, „Schlag dir den Gedanken aus dem Kopf, den Zahn muss ich dir jetzt mal ziehen, denn du irrst dich!“ bis hin zu „Ähm… Lui… das trifft ja mal voll auf dich zu!“
Eine Zeitlang habe ich das Thema aufgrund der eher negativen Reaktionen auf die Seite geschoben… aber es ließ mich irgendwie nie so recht los und begegnet mir auch jetzt immer wieder und Observer ebenso. Die sehr offenen Gespräche, die wir so führen, haben mich jedenfalls zu folgenden Gedanken inspiriert bzw. hervorgeholt, was schon seit langem in mir ist und was ich bisher eher weggedrückt habe, weil ich einfach noch niemanden in meinem Umfeld hatte, mit dem ich auf dieser Ebene wertfrei kommunizieren konnte.

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Nüchtern einkaufen mit ADS

Im letzten Beitrag bin ich das erste Mal seit langem mal auf meine ADS-Diagnose eingegangen, die ich hier nicht so an die große Glocke hänge, wobei sie sehr wichtig und vor allem ernst zu nehmen ist. Immerhin bekomme ich quasi „Drogen“ verschrieben, um meinen Alltag zu bewältigen.

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ADS und ich

Ich gebe zu, dass ich echt selten über das schreibe, was ich eigentlich habe: ADS. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich mich nicht mit dem „typischen Bild“ eines AD(H)S-Patienten identifizieren kann…

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Einfach anfangen…

Irgendwie sage ich gerade allen, die mich fragen, dass ich wieder mehr schreiben will. Aber wenn ich mich an etwas setze, tut sich irgendwie nicht das, was ich mir erhoffe. Da ist so ein unausgesprochener ungeschriebener Druck in mir und die vage Befürchtung, dass ich es gar nicht mehr kann oder es nicht so wird, wie ich es mir eben vorstelle. 

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Lebenszeichen

Ich denke, dass es mal wieder an der Zeit ist, ein Lebenszeichen von mir zu geben. Momentan geht es mir recht gut, was man wohl daran merkt, dass ich eben nicht blogge. Meistens geschieht nämlich gerade das aus einer melancholisch-depressiven Phase heraus.
Der Kussmund meiner Muse hat somit einen schwarzen Lippenstift.

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ADS-Auswirkung extreme

Ich mache meine Aufgabe. Punkt für Punkt. Alles Komplizierte meistere ich, nur das Einfache, was jeder Idiot könnte, vergesse ich, weil es nicht in meinem Kopf eingebrannt ist, wie die restlichen Karteikarten und Berechnungen. Es steht nicht drauf – ich mache es nicht. Setzten 6, das ist das schlimmste…das ist einfach ein unverzeihlicher Fehler!
Doch ich kann keinem erklären, warum ich diesen extremen Fehler begehe…

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Eins nach dem Andreas

Mein Problem als Chaotin mit ADS ist, dass mir oft einfach viel zu viel im Kopf herumspukt und mich somit auch belastet. Ich bin zudem leider auch noch total ungeduldig und will immer alles gleich und auf der Stelle erledigen, damit die nervigen Gedanken endlich aus dem Kopf verschwinden. Ansonsten ist das wie eine Schalplatte, die immer hängt, dann kurz weiterläuft, dann wieder hängt, wieder weiterläuft usw. Das ist das bittere Los, wenn sich das Gehirn einfach nicht entscheiden kann, was unwichtig ist und was nicht und sich mit jedem Gedanken 10 weitere auftun..
Damit ich das alles auf einem erträglichen Level halten kann, habe ich mich dazu entschlossen über die verschiedenen Techniken zur Bewältigung des Alltags zu schreiben, die ich so mitbekommen habe. Vielleicht interessiert das hier ja den ein oder anderen.

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Das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom und ich?

„Na, kommst du voran mit deinem Artikel?“ Die Lehrerin, die unsere Schülerzeitung betreut, blickt auf meinen Bildschirm und sieht sich das bisher Geschriebene zum Thema AD(H)S an. Ich nicke, frage mich aber auch gleichzeitig, ob es ein Zufall ist, dass so viele Symptome mir irgendwie ähneln. Ich äußere meine Bedenken, doch die Lehrerin winkt das nur ab mit einem „Du und ADHS? Nein, niemals, das würde man doch merken!“ [Journey, 2006]

Nein, man merkt das nicht immer auf Anhieb. Ich war weder zappelig noch anderweitig störend. Mein Therapeut meint, ich sei laut meinen Zeugnissen abgelenkt gewesen und hätte nicht aufgepasst. Durchschnittliche Noten habe ich dennoch bekommen, was er wiederum mit meinem hohen IQ verbindet. Deshalb war ich nicht „auffällig“. Typische AD(H)S-Kinder fallen da schon eher auf, da die Leistungen enorm unter der Krankheit leiden können.

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