Kopflos

Unkontrolliertes Ich. Gefangen in sich selbst. Kann sich nicht entscheiden. Zwischen Panik und hysterischem Lachen. Zwischen Angst und Gleichgültigkeit. Kann nicht loslassen. Keinen klaren Gedanken fassen. Und doch fasst es letztendlich einen Entschluss. Es läuft weg, denn es muss etwas tun. So geht das nicht weiter. Das Gefühl der Zerrissenheit lässt über beinahe zwei Tage nicht nach. Es mag wenig klingen, aber ist doch zu viel. Zu viel für mich, mein Herz und meine Psyche.

Und darum sitze ich nun (13.12. / 19:08 Uhr) im Zug nach Franken. Weil ich es nicht mehr aushalte. Weil er am Montag, den 12.12. hätte da sein sollen und einfach nicht gekommen ist, nichts mehr von sich hören lassen hat und ich mir unendliche Sorgen mache, weil er auf Anrufe und Nachrichten nicht reagiert. Es zerreißt mich, löst Panik in mir aus. Ich fühle mich so unendlich allein und einsam…nicht, weil jemand nicht da ist, sondern weil jemand da sein könnte und einfach nicht gekommen ist, ja nicht einmal abgesagt hat…

Somit setze ich nun alles auf eine Karte. Ich werde Zug fahren, trampen, irgendwie ankommen, nur um mich zu vergewissern. Nur, um zu wissen, woran ich bin. Ich muss das wissen. Bin ich nervig? Habe ich zu wenig vertrauen? Fragt sich, wer von uns dem anderen weniger vertrauen schenkt. Er, der mir nicht sagt, was los ist, oder ich, die Hals über Kopf irgendwohin fährt, nur um zu sehen, was der jemand macht (und ob er noch lebt…)…

300 km sind einfach zu weit…viel zu weit…

Posted by Journey

Kategorie: Allgemein

Autor: Journey

«      |      »

Schreibe einen Kommentar