Auf der Suche nach dem, was ich will…

Am Donnerstagabend war ich noch bei Dr.D. Viel geholfen hat mir das in dem Moment schon. Aber heute war ich wieder nicht in der Schule, obwohl ich gehen sollte. Ich habe einfach immense Angst vor dem Zeugnis und schriftlich zu haben, dass ich in so vielem versagt habe. Es müssen keine Einsen sein, aber ich wäre gerne etwas besser als der Durchschnitt.

Das einzige Fach, in dem ich gut bin, ist Datenverarbeitung. Ich beschäftige mich aber auch schon seit über zehn Jahren mit PCs. Und viel Neues ist in der Schule nicht dazugekommen. In sofern war das leicht und ich habe noch nicht mal gelernt. Aber was ist mit Deutsch? Meiner Zukunft? Meinem Leben? Da, so habe ich das Gefühl, habe ich auf ganzer Linie versagt.

Ich frage mich nun schon Tag für Tag, wie eigentlich meine Zukunft aussehen soll. Dr.D. hat gemeint, ich solle positiver denken. Mein Szenario sieht allerdings so aus, dass ich letztendlich aufgrund der Angst, noch mehr zu versagen, und den daraus resultierenden Fehlstunden von der Schule fliege. Und das, obwohl ich schon weit mehr, als ein paar schlechte Noten im Leben erlebt habe und mich eigentlich freuen sollte, dass die Klasse mich okay findet und ich alle anderen auch okay finde. Aber irgendetwas blockiert mich. Irgendetwas sagt mir, dass ich entweder im Armen- oder im Irrenhaus landen werde. Ohne Abi oder mit einem schlechten Durchschnitt.

Ich weiß, dass das hier dummes Gejammer ist. Dass die meisten Menschen an mich glauben. Nur momentan kann ich an mich selbst gar nicht glauben. Ich bekomme keine Geschichte zu Ende, führe meinen Blog sporadisch und habe das Gefühl, dass ich nicht gut schreiben kann und niemals zu der werde, die ich sein möchte…eine Schriftstellerin.

Nur helfen in diesem Punkt kann mir weder Dr.D., noch mein Psychologie-Lehrer, noch das Navi, noch mein Blog, noch dies, noch jenes. Ich kann nur aus allem, was man zu mir sagt, etwas ziehen und mir selbst helfen. Doch der gute Rat ist selten der, der befolgt wird. Und momentan kann ich mich nicht einfach umpolen auf „die-Zukunft-sieht-rosig-aus“, weil sie das vermutlich nicht ist. Das erscheint mir am logischsten. Ich gehe lieber vom schlechten aus.

Meine Wahrnehmung ist eben ein Schwamm, der alles Schlechte aufsaugt. Und das, auf das ich mich freuen würde, kann ich mir nicht leisten, weil ich dann einen Monat nichts zu essen hätte. Berlin ist also gestrichen. Ich werde mich hier mit Schulbüchern quälen und mir noch überlegen, ob ich wieder so ein Projekt wie das Kneipentagebuch mache…aber erst mal muss ich mein Zeugnis in ein/zwei Tagen überleben…immerhin weiß ich schon, was ich die nächsten sechs Wochen machen werde…zum Schreiben werde ich allerdings wieder nicht kommen…oder doch?! Ein Buch wird es wohl wieder nicht werden…zumindest keines mit Ende.

Posted by Journey

Kategorie: Allgemein

«      |      »

Schreibe einen Kommentar