Intermezzo und vergessen

Ich habe mich gestern wahnsinnig über Finanzberater eschoffiert. Aber heute Morgen wars mir komischerweise leicht egal. Diesmal habe ich nicht auf eine E-mail oder sonst was gewartet. Diesmal habe ich geschrieben. (Ohne M., die mich die ganze Zeit versucht hat zu motivieren, wäre das nie möglich gewesen) Und ich hoffe, meine SMS bringt sein Konzept durcheinander, das wohl folgendermaßen abläuft:
Haben wir beide ein Date, so spielt er den Gentlemen und versucht alles mögliche um mir den Hof zu machen. Doch das läuft ganz nach dem Motto ab: Aus den Augen, aus dem Sinn. Denn nach diesem Date höre ich tagelang gar nichts mehr und es kommt mir so vor, als wäre ich nur ein Zug auf dem Abstellgleis…aber ich bin eine Frau und da habe ich doch das Mindestmaß an Beachtung verdient. Wenn nicht, dann bleibe ich lieber ganz ohne Mann und erspare mir diese Sorge.

Unser nächstes „Date“ ist übrigens am Donnerstagvormittag.

Was die Männer angeht: Die schauen mir neuerdings hinterher. Sogar Minderjährige…Raucher. Eigenartig…ich weiß nicht, an was das liegt. Wahrscheinlich an meine geliebten schwarzen Leder-Mantel…sowas hat fast niemand. Jedenfalls gibt es mir etwas Mut, dass sich sogar jüngere Typen mit ihrer Kippe möglichst cool hinsellen, wenn ich um die Ecke komme. Irgendwie kindisch… aber meinem in Ungleichgewicht geratenen Selbstwertgefühl tut das gut. Jedenfalls besser als dieses Hin und Her. Ich bin was das angeht nicht mehr so tolerant. Vielleicht liegt es aber auch an mir und Finanzberater hat seine gerade Linie, die er verfolgt? Aber gut kann sie ja nicht sein, sonst würde ich da ja mitspielen.
Ich trau ihm nicht…egro: Ich traue keinem Mann mehr…ich weiß, dass das wieder ganz böse enden wird. Wenigsens eines ist mir nach all den Strapazen des letzten Jahres geblieben: Mein Pessimismus. Aber das ist auch das einzige, was mir treu bleibt. Und dem ich noch treuer bleibe…ob gewollt oder nicht. So etwas entwickelt sich aus Situationen heraus. So beschissen können meine letzten Erlebnisse aber nicht gewesen sein…oder: Streicht einfach den letzten Satz. Ich geh ins Kloster und werde Nonne…vielleicht hätte ich mich dazu aber lieber Taufen lassen sollen…

Posted by Journey

Kategorie: Allgemein

Autor: Journey

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